Cloud-Speicher

Cloud-Dienste im Vergleich

Welche Cloud passt zu mir? Wir haben die Funktionen und Leistungen von bekannten Cloud-Anbietern wie iCloud, Dropbox, Google Drive & Co. verglichen.

Cloud-Dienste im Leistungscheck

© WEKA Media Publishing GmbH/Sergio Coca

Die Angebote der Smartphone-Hersteller und großen Tech-Firmen im Leistungscheck

Sie wollen Daten und Einstellungen Ihres Smartphones sichern und synchronisieren? Dokumente und Urlaubsbilder auf dem Tablet und dem PC abrufen? Dann wird’s Zeit, sich nach einem passenden Cloud-Dienst umzuschauen. Denn wer seine Daten im Netz speichert, hat sie überall greifbar und kann sie zudem mit Freunden und Familie teilen. Doch welche Dienste taugen etwas? 

Wir haben uns die bekanntesten Anbieter herausgepickt und sie miteinander verglichen. Auch wenn die Cloud-Speicher allesamt ähnliche Grundfunktionen bieten, packen einige noch nette Zusatzfunktionen mit ins Paket. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Möchten Sie Ihre Datenhoheit nicht aus den Händen geben, können Sie zu Hause auch Ihre eigene Cloud aufziehen. Wie das mit einer Fritzbox 7490 funktioniert, zeigen wir Ihnen im Ratgeber "In 6 Schritten zur eigenen Fritzbox-Cloud​". Hohe Transferraten darf man freilich nicht erwarten.​

Apple iCloud

Sie haben in Apples Geräteuniversum eingeheiratet? Dann profitieren Sie mit iCloud von einem exzellenten, automatischen Datenaustausch zwischen verschiedenen Apple-Geräten und Ihrem Desktop-Rechner. Egal ob App-Daten, Fotos oder Kontakte: Alles wird auf Wunsch im Netz gesichert und für andere Geräte zur Verfügung gestellt. Mit der Einführung von iDrive hat der Dienst weiter zu einer konventionellen Cloud aufgeschlossen.

Wenn Sie die Desktop-Anwendung nutzen, können Sie einen Ordner in den Cloud-Dienst einbinden und damit alle abgelegten Dateien systemübergreifend synchronisieren. Wenn gerade kein Smartphone zur Hand ist, rufen Sie Ihre Daten unkompliziert über ein Web-Frontend auf. Wie Google oder Microsoft bietet Apple dort auch eine kostenlose Office-Suite an, mit der Sie Tabellen, Texte oder Präsentationen erstellen können.

Cloud-Dienste im Leistungscheck - Apple iCloud

© Screenshot WEKA / connect

Die Weboberfläche der iCloud ist Apple-typisch einfach zu bedienen und bietet nützliche Anwendungen wie eine komplette Office-Suite.

Gemeinsames Arbeiten ist dabei dank Link-Freigabe ebenfalls möglich. Der Link zum Dokument lässt sich sogar mit einem Passwort absichern. Wer mit iCloud seine iPhone-Daten sichert und auch die Drive-Funktion ausgiebig nutzt, wird mit den 5 GB Gratisspeicher nicht lange auskommen. Mehr Platz ist jedoch erschwinglich und größere Speicherpläne kann man sogar mit der Familie teilen.

Fazit

Sehr gute Synchronisierungs- und Backupfunktionen. Leider keine Ordnerfreigabe möglich.

Samsung Cloud

Was den Gratisspeicher angeht, sticht Samsung den Konkurrenten Apple locker aus: Satte 15 GB spendieren die Koreaner ihren Kunden. Doch das ist auch der einzige Trumpf, den Samsung auszuspielen hat. Im Prinzip dient die Cloud-Lösung rein dazu, die wichtigsten Daten wie Kontakte, Kalendereinträge oder die Fotogalerie auf mehreren Geräten zu synchronisieren und ein Backup Ihres Smartphones anzufertigen. 

Um den Onlinespeicher zu verwalten, gehen Sie in den Einstellungen auf „Cloud und Konten“. Per Schieberegler legt man dort genau fest, welche Daten synchronisiert oder gesichert werden sollen. Bedauerlich: Seit Februar ist es nicht mehr möglich, App-Daten von Drittanbieter-Anwendungen in die Sicherung mit einzubeziehen. Um nach einer Wiederherstellung nicht ohne die Inhalte der Apps dazustehen, verweist Samsung auf die Backup-Funktionen der jeweiligen Anwendung.

Cloud-Dienste im Leistungscheck - Samsung Cloud

© Screenshot WEKA / connect

In den Einstellungen Ihres Samsung-Smartphones legen Sie detailliert fest, welche Daten Sie als Backup in der Cloud sichern möchten.

Oder Sie nutzen die Smart-Switch-App, mit der Sie auch weiterhin alle Daten Ihres Phones auf dem PC sichern. Apropos PC: Wer seine Daten in der Samsung Cloud sichert, hat von einem Desktop-Rechner leider keinen Zugriff darauf.

Fazit

Die Samsung-Cloud bietet eine schwache Vorstellung und ist eigentlich nur als Gerätebackup zu gebrauchen.

Huawei Mobile Cloud

Huawei hat sich Zeit gelassen, eine eigene Cloud-Lösung vorzustellen. Doch seit Ende 2017 bekommen Nutzer bestimmter Smartphone-Modelle endlich Zugriff auf 5 GB Gratisspeicher. Vorausgesetzt, das Gerät läuft mindestens mit der Nutzeroberfläche EMUI 5.1. Darunter fallen momentan die P10-, P20- und Mate-10-Reihe, das Nova 2 und einige Honor-Smartphones. 

Wie bei Apple oder Samsung kann man den Onlinespeicher beispielsweise für ein Geräte Backup nutzen, das auf Wunsch Einstellungen, die Galerie, Kontakte und Kalender mit einschließt. Außerdem synchronisieren Sie bei Bedarf alle Daten zwischen verschiedenen Huawei-Geräten. Huawei hat dem Dienst wie Apple eine Drive-Funktion spendiert, mit der Sie Dateien wie Videos oder Dokumente über einen separaten Ordner online ablegen können. Im Gegensatz zu Samsung lassen sich diese und alle anderen Daten der Cloud über einen Browser auch vom Desktop aus erreichen.

Cloud-Dienste im Leistungscheck - Huawei Mobile Cloud

© Screenshot WEKA / connect

Huaweis Cloud erinnert vom Design etwas an die iCloud. Der Funktionsumfang hinkt dem von Apple jedoch noch etwas hinterher.

Leider klappt der Transfer nur in eine Richtung: Man kann zwar Dokumente herunterladen, aber nicht über den Browser aufs Smartphone bringen. Apples iCloud Drive bietet solch ein Feature – genauso wie eine Desktop-App, die Huawei bislang ebenfalls vermissen lässt. Bei Platzmangel in der Wolke steht zusätzlicher Speicher gegen einen moderaten monatlichen Aufpreis bereit. 

Ein großer Pluspunkt der Huawei-Cloud ist übrigens, dass alle Server in der EU stehen. Demnach gelten auch die hiesigen Datenschutzgesetze. Bei unserem Test landeten die Inhalte laut IP-Adresse sogar auf deutschen Servern von T-Systems. Damit kann nicht jeder Anbieter punkten.

Fazit

Ein großes Plus ist der Serverstandort. Bei den anderen Funktionen hat Huwei noch Nachholbedarf.

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