HiRes-Streamer

Auralic Aries Mini im Test

Der Auralic Aries Mini gibt HiRes-Dateien analog oder digital an jede Stereoanlage weiter. Wir haben den kleinen Streamer getestet.

HiRes-Streamer Auralic Aries Mini

© Auralic

Auralic Aries Mini

Pro

  • digitaler Alleskönner
  • exzellente Klangqualität
  • durchdachte iPad-App

Contra

  • Steuerungs-App für Android nur in abgespeckter Variante

Fazit

stereoplay-Testurteil: sehr gut (81 Punkte); Klang: absolute Spitzenklasse (60 Punkte); Preis/Leistung: überragend
Hervorragend

Dass man einem Gerät dermaßen entgegenfiebert, das kennt man eigentlich nur von der Mutter aller Marketing-Kampagnen: Apple. Aber seit AURALiC den HiRes-Streamer Aries Mini erstmals auf der HIGH END 2015, damals noch als Attrappe, vorgestellt hat, steht dieses Gerät bei digitalen Audio-Enthusiasten ähnlich hoch im Kurs wie bei Apple-Fans ein neues iPhone. Auch stereoplay musste sich aufgrund von Lieferengpässen gedulden, bis endlich das lang ersehnte Testexemplar angeliefert wurde.

Was macht das kleine und relativ unscheinbare Gerät - es ist etwa so groß wie drei aufeinander gestapelte Jewel Cases - so begehrt? Es katapultiert jede Stereoanlage direkt in das digitale Zeitalter.

Anschlüsse

AURALiC selbst bezeichnet den Aries Mini als "Streaming Node", was seine Fähigkeiten ziemlich gut beschreibt: Er dient als Hauptverkehrsknotenpunkt für digitale Musikdaten im Heimnetzwerk. Zukunftsweisend setzt er dabei auf konsequente HiRes-Unterstützung und verarbeitet Auflösungen bis zu 32 Bit/384 kHz und das SACD-Format DSD mit bis zu vierfacher Abtastrate (DSD 256), aber auch mit AAC, MP3, Vorbis oder WMA verlustbehaftet codierte Audiodaten.

Die Musik kann sowohl digital entweder über USB (in voller Auflösung) oder S/PDIF (bis 24 Bit/192 kHz gemäß Spezifikation) an einen externen D/A-Wandler weitergereicht als auch direkt über einen Cinch-Anschluss analog ausgegeben werden. Über den linken der beiden USB-Anschlüsse können Musikdateien von Speichermedien wie USB-Sticks oder externen Festplatten ausgelesen werden. Komplettiert wird die Wunschliste durch die Möglichkeit der drahtlosen Musikzuspielung via Bluetooth, AirPlay und SongCast.

Auralic Aries Mini - Anschlüsse

© Auralic

Die Audioausgabe kann analog oder digital erfolgen, der Einbau einer Festplatte und das Auslesen externer Speichermedien über USB ist möglich. Die Kommunikation mit dem Heimnetzwerk funktioniert kabelgebunden oder drahtlos.

Trotz seiner geringen Abmessungen enthält der Aries Mini außerdem einen Schacht für den Einbau einer internen Festplatte. Damit aufgerüstet, wird das Multitalent auch noch zum ultraportablen Musikserver.

Netzwerk-Fähigkeiten

Aber bei diesen Features ist noch lange nicht Schluss: Der eigentliche Sinn eines "Streaming Nodes" liegt natürlich darin, ihn in das Heimnetzwerk einzubinden, was für die Konfiguration und Steuerung des Geräts mittels iPad App sowieso obligatorisch ist. Dann kann man auch die im Netzwerk freigegebenen Musikbibliotheken abrufen, die zum Beispiel auf einem NAS oder einem Computer liegen. Besteht über den Router zu Hause eine Verbindung ins Internet, lassen sich mit dem Aries Mini auch Internet-Radiosender hören oder Premium-Streaming- Dienste nutzen.

Wer glaubt, dass eine solche Funktionsvielfalt teuer bezahlt werden muss, irrt gewaltig: Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von gerade einmal 500 Euro sortiert sich dieses digitale Multitalent mit Vollausstattung ganz oben in die Preis- Leistungs-Ranglisten ein. Wenn man noch das letzte Quäntchen Klangqualität herauskitzeln will, sollte man zusätzlich das hochwertigere Netzteil (AURALiC Ultra Low Noise Linear PSU), für 300 Euro optional erhältlich, ins Auge fassen.

Hörtest

Allein die Bedienung über die wirklich gelungene App lässt das Musikhören zum Genuss werden, da alle Lieblingslieder nur einen Fingertipp entfernt sind. Bei stereoplays "Ultimate Tunes Vol. 3" klang der Aries Mini auch über den Analog- Ausgang so transparent und fein ziseliert, dass man die Gitarren fast im Raum vermutete.

Ein Kritikpunkt findet sich dann aber doch noch. Beim Pausieren hört man ein Schaltknacksen, was nicht sein müsste und hoffentlich durch ein Update behoben wird. Davon abgesehen, verdient der Aries Mini allerhöchste Anerkennung.

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