Kosten von Datentarifen unter Kontrolle halten

Das Gerät als Teil des Problems

7.4.2009 von Redaktion connect, Markus Eckstein, Michael Peuckert und Josefine Milosevic

ca. 1:40 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Mobil surfen ohne Schock
  2. Die Datentarife
  3. Die Kosten
  4. Surfen im Ausland
  5. Dienste und Software
  6. Das Gerät als Teil des Problems
  7. Tipps & Tricks: Handy im Griff
  8. Vorsicht bei Internet-Profis!
Samsung S8300 Ultra Touch
dem neuen samsung s8300 fehlt ein datenzähler
© foto: hersteller

Dass die Nutzung von Youtube bei einer Datenverbindung übers Mobilfunknetz sehr teuer werden kann, war Volker S. bewusst. Darum hatte er ja eine Verbindung über sein WLAN aufgebaut. "Wir haben 170 MB an Daten heruntergeladen. Für uns war klar, dass wir die eingeschaltete WLAN-Verbindung nutzen. Weit gefehlt, wir nutzten eine im Hintergrund geöffnete HSDPA-Leitung."

Die Statusanzeige, an der ein erfahrener Windows-Mobile-Nutzer erkennt, über welches Netz eine Datenverbindung besteht, blendete die Youtube-Anwendung aus. Für die angefallenen Daten wollte der Mobilfunkanbieter 4000 Euro. Er zeigte sich zwar einsichtig und änderte nachträglich den Tarif, was die Kosten auf 100 Euro drückte.

Dennoch ein teurer Spaß - und vor allem für den Kunden komplett intransparent. Volker S.: "Für mich als Benutzer ist ständig unklar, wie welche Kosten entstehen oder wie welche Verbindungen aufgebaut werden."

Das kleine Einmaleins der Datenverbindungen

Screen Windows Mobile
wichtig: der verbindungsmanager von windows mobile
© screen: connect

Wer sich vor bösen Überraschungen auf der Mobilfunkrechnung schützen will, muss also sein Handy gut im Griff haben. Dazu ist zunächst einmal wichtig zu verstehen, wie die Sache mit dem Internet-Zugang überhaupt funktioniert. Eine trockene Materie und obendrein nicht ganz trivial, doch von vorn:

Damit Ihr Handy übers Mobilfunknetz online gehen kann, bieten die Netzbetreiber sogenannte Zugangspunkte an. Die kann man sich ungefähr wie eine Einwahlnummer vorstellen. Jeder Provider bietet mehrere von diesen Zugangspunkten an, so gibt es zum Beispiel für den Versand und Empfang von Multimedia-Nachrichten (MMS) meist einen eigenen Zugangspunkt.

Die für die "Einwahl" nötigen Zugangsdaten müssen im Handy gespeichert sein, was bei Geräten, die man direkt bei einem Netzbetreiber kauft, meist schon im Lieferzustand erledigt ist. Welcher Zugangspunkt im konkreten Fall zum Einsatz kommt, wird wiederum meist in der jeweiligen Anwendung bestimmt.

Den richtigen Zugangspunkt wählen!

Screen Zugangspunkte
das geheimnis: der richtige zugangspunkt
© screen: connect

Konkret: Über welchen Zugangspunkt die E-Mails auf dem Handy eintreffen, wird im E-Mail-Programm, welchen Zugangspunkt der Browser nutzt, in den Browsereinstellungen festgelegt. In manchen Fällen kann es entscheidend sein, hier tatsächlich den richtigen zu wählen. Denn die Zugangspunkte werden teilweise mit unterschiedlichen Gebühren abgerechent.

Das sind Geheimnisse, die oft nicht einmal die Kundenhotlines der Netzbetreiber kennen. Dabei gibt es eine einfache Lösung für diese unnötige Kostenfalle: O2 rechnet zum Beispiel alle Zugangspunkte gleich ab.

Wer sich ganz sicher ist, dass er mit mobilen Datendiensten wie E-Mail, Internet, MMS oder auch Navigation nichts zu tun haben will, kann auch versuchen, alle Zugangspunkte zu löschen.

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