DECT-Produktion

DECT-Telefone aus Deutschland - vom 3D-Modell zum fertigen Telefon

Ein DECT-Telefon fällt normalerweise zu Hunderttausenden in Asien vom Band. Mit rühmlicher Ausnahme der Gigaset-Schnurlostelefone der ehemaligen Siemens-Sparte SHC. connect hat das Gigaset-Werk in Bocholt besucht und die Entwicklung eines Gigasets verfolgt.

Inhalt
  1. DECT-Telefone aus Deutschland - vom 3D-Modell zum fertigen Telefon
  2. Vom Grafitrohling zur Form
  3. Prototypen im Härtetest
  4. Vollautomatisch: Herstellung und Transport
  5. Montage im 6-Sekunden-Takt
Herstellung eines Gigaset-Schnurlostelefons bei Siemens

© Archiv

Herstellung eines Gigaset-Schnurlostelefons bei Siemens
Ein DECT entsteht - Herstellung eines Gigaset-Schnurlostelefons bei Siemens

© Foto: Silke Heyde

Hier werden die Gigasets produziert: Das Siemens-Werk in Bocholt

SHC wurde zwar vor einigen Wochen an den Finanzinvestor Arques verkauft, die neuen Eigentümer haben sich aber verpflichtet, die beiden Standorte München und Bocholt mindestens zwei Jahre lang weiterzuführen. So werden Gigaset-Telefone weiterhin in München vermarktet und im nordrhein-westfälischen Bocholt produziert.

Wie kann das aber gutgehen, wenn doch die meisten Elektronikhersteller die Produktion aus Kostengründen nach Fernost verlagern? Automatisierung und Prozessverschlankung sind die Zauberworte.

Design: Verschiedene Muster

Noch bevor die Designer ans Werk gehen, wird im Computer die Platine in 3-D modelliert. Die hat eine vorgegebene Länge und Höhe, die durch die elektronischen Bauteile bestimmt wird. An neuralgische Ecken setzt der Mensch am Computer virtuelle Kugeln, die dem Designer den Abstand zwischen Platine und Gehäuse vorgeben. Anhand dieser Rahmendaten entwickeln die Designer verschiedene Muster.

Hat sich das Produktmanagement für eine Variante entschieden, wird diese im CAD-Programm  weiterentwickelt. Ziel ist eine Form für die Kunststoffspritzmaschine. Die zu entwickeln ist aber alles andere als trivial. Wer sich mal das Gehäuse eines DECTs von innen anschaut, wird feststellen, dass da viele Rippen, Einbuchtungen und Hohlräume verbaut sind, die alle ihren Sinn haben: Rippen stabilisieren das Gehäuse, sodass die Wandstärke verringert werden kann.

Das bedeutet weniger Kunststoff, was wiederum Kosten spart und die Umwelt entlastet. Am Computer werden auch Wandstärken berechnet und definiert. Sogar die Einspritzpunkte für den Kunststoff in die Form werden festgelegt und die Einspritzung simuliert  - das ist wichtig, denn der Kunststoff wird schnell hart.

Mehr zum Thema

Siemens Gigaset C595
Testbericht

59,2%
Mit der neuen C-Klasse und speziell dem C595 legt Siemens Gigaset ein Top-Schnurlostelefon vor, das nicht nur up to…
Siemens Gigaset E495
Testbericht

80,0%
Telefon mit Nehmerqualitäten: Das Gigaset-Outdoor-DECT E495 kombiniert Robustheit mit vielfältigen Siemens-Features und…
Testbericht Gigaset SL785
Testbericht

59,4%
<div>Es gibt eine neue Nummer eins in der Bestenliste bei den DECT-Telefonen: Mit dem Gigaset SL785 ist ein Luxus-Gerät…
Gigaset S685IP
Testbericht

81,0%
Mit einer mehr als ordentlichen Akustik sowohl im HD- als auch im Narrowband-Betrieb und üppiger Funktionsvielfalt…
Gigaset E495
Akustik-Nachtest

80,0%
Beim ersten Test 2009 hinterließ das Outdoor-DECT E495 einen guten Eindruck, und auch zwei Jahre später muss es nicht…
Alle Testberichte
Anker Soundcore NC A3021
Over-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling
Der Over-Ear-Kopfhörer von Anker Soundcore Space NC, gibt Musik 20 Stunden lang über Bluetooth wieder. Der Praxistest fühlt dem A3021 auf den Zahn.
Shure KSE1200 Kopfhörer
Elektrostatischer In-Ear-Kopfhörer
Als elektrostatischer Kopfhörer braucht der KSE 1200 Unterstützung vom mobilen Verstärker KSA1200. Im Test beeindruckt der Klang des Gespanns.
Samsung Galaxy A3 rosa
Testberichte
Alle Tests von Smartphones, Handys, Tablets, Navis, Notebooks und Ultrabooks, DECT-Telefonen und DSL-Routern in der Übersicht.