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AVM Fritzbox 6850 5G im Praxistest

1.2.2022 von Hannes Rügheimer

Statt DSL, Kabel oder Glasfaser stellt die Fritzbox 6850 ihre Internetverbindung per 5G-Netz her. Neben der Nutzung von Mobilfunk als Festnetzersatz eignet sich die Box etwa auch für die Versorgung von Ferienwohnungen, Baustellen und Ähnlichem mehr. Wir haben die 5G-Fritzbox in einem ausgiebigen Praxistest unter die Lupe genommen.

ca. 2:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. AVM Fritzbox 6850 5G im Praxistest
  2. AVM Fritzbox 6850 5G im Detail
  3. AVM Fritzbox 6850 5G: Weitere Infos
Praxistest AVM Fritzbox 6850 5G
Semimobil: Neben ihrer Größe beschränkt vor allem die Abhängigkeit von einer Stromsteckdose die möglichen Einsatzgebiete der Fritzbox 6850 5G.
© AVM

Pro

  • schnelle Mobilfunkanbindung per 5G und auch LTE/4G
  • Anbindung per WLAN und LAN
  • umfangreiche Funktionen inkl. Mediaserver, USB-Unterstützung, IPTV u. Smart Home
  • Einfache Konfiguration und Bedienung, viele Apps

Contra

  • nur Wi-Fi 5, nur Gigabit-Ethernet
  • Telefonie nur per SIP

Fazit

HOME-connect-Urteil: "sehr gut"

Mit dem Modell 6850 5G bietet AVM eine Fritzbox-Version speziell fürs 5G-Netz an. Ihr Kaufpreis von 569 Euro ist allerdings kein Schnäppchen. Dafür bietet sie leistungsfähige Mobilfunktechnik: Das 5G-Modem unterstützt bis zu 1,3 Gbit/s im Downlink und bis zu 600 Mbit/s im Uplink, bei Rückfall auf LTE/4G sind es noch 1 Gbit/s und 211 Mbit/s. Das Gerät ist für semistationären Einsatz ausgelegt – sprich: es benötigt eine Steckdose in der Nähe.

Das beigelegte Netzteil liefert 12 Volt und 2,5 Ampère – wer die 6850 5G in einem Wohnmobil oder im Auto betreiben will, muss eine entsprechende Spannungsversorgung bereitstellen. Direkt aus dem Karton ist das Gerät für den Betrieb in Ferienwohnungen, auf Baustellen, für Arbeitsgruppen in fremden Büros oder für ähnliche Situationen gedacht.

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Großer Funktionsumfang

Das Erreichen des per Mobilfunk maximal erzielbaren Datendurchsatzes scheint AVM allerdings selbst für eher unwahrscheinlich zu halten. Denn zur Weiterleitung der Internetverbindung sind vier LAN-Anschlüsse mit 1 Gbit/s vorgesehen sowie WLAN nach Wi-Fi-5-Standard (11ac) mit maximal 866 Mbit/s auf 5 GHz und mit maximal 400 Mbit/s auf 2,4 GHz. Warum die Berliner bei diesem Hightech-Produkt ausgerechnet auf Wi-Fi 6 verzichten, erschließt sich uns nicht ganz.

Dafür wartet die Fritzbox 6850 5G ansonsten mit allem auf, was AVM-Nutzer kennen und schätzen: Eine Mediaserver-Funktion stellt per DLNA oder UPnP 90 MB internen Speicher zur Verfügung, via USB-3.0-Buchse lassen sich externe Speicher und/ oder Drucker verknüpfen.

Wenn es die Internetanbindung per Mobilfunk erlaubt, werden sogar IPTV und IPV6 unterstützt, in jedem Fall schützt eine Firewall vor unerwünschten Zugriffen von außen. Erwünschte Fernzugriffe lassen sich per MyFritz-Dienst einrichten. Das WLAN bietet Mesh-Funktionalität und ein Gastnetz, Kinderschutz lässt sich für WLAN und LAN aktivieren.

AVM Fritzbox 6850 5G Anschlüsse
Von links nach rechts: SIM-Karten-Slot, Telefonbuchse und vier mal Gigabit-LAN. Eine zusätzliche TAE-Buchse und USB 3.0 finden sich jeweils an den Geräteseiten.
© AVM

Selbst die AVM-typischen Smarthome-Funktionen sind an Bord, ebenso Telefonieunterstützung für bis zu sechs DECT-Telefone und ein via analoger TAE- oder RJ-11-Buchse angeschlossenes Telefon oder Faxgerät. Die Telefoniefunktion realisiert die Box allerdings über ein separat zu konfigurierendes SIP-Konto (Session Initiation Protocol) – ein Zugriff auf den Telefoniedienst im Mobilfunknetz gelang uns im Praxistest nicht.

Dafür bietet die 6850 5G Fritzbox-typisch bis zu fünf interne Anrufbeantworterboxen und auch virtuellen Faxempfang und -versand. Somit unterstützt die Box via 5G alle von Festnetzzugängen bekannten Funktionen.

HOME connect Testsiegel
Die Fritzbox 6850 5G von AVM erhält die Note "Sehr gut" in unserem Praxistest.
© connect

Gute Datendurchsätze

Nach Einstecken einer Mini-SIM-Karte in den dafür vorgesehenen Steckplatz hilft ein Einrichtungsassistent bei der Inbetriebnahme sowie bei den nötigen Einstellungen fürs verwendete Mobilfunknetz. Wie bei AVM üblich, sind das Passwort für den Zugang zur Konfigurationsoberfläche und der WLAN-Schlüssel ab Werk individuell vorgegeben und auf der Geräteunterseite abgedruckt.

Ist der Kontakt zum Mobilfunknetz hergestellt, liefert die Fritzbox 6850 5G hochinteressante Informationen über die aktuelle Mobilfunkzelle – darunter Mobilfunkstandard, verwendete Frequenz( en) und den zu erwartenden Datendurchsatz. Letzterer fiel in unseren Praxistests sogar oft noch höher aus als berechnet.

Lese-Tipp: Die besten Router für Homeoffice und Co.

Im Stadtgebiet von Stuttgart erreichten wir in einer reinen 4G-Zelle (2,1 GHz) laut Speedtest 265/64 Mbit/s, in einer 5G-Non-Stand-alone-Zelle (1,8+3,6 GHz) 428/64 Mbit/s und in einer 5GStandalone-Zelle (3,6 GHz) 651/81 Mbit/s – jeweils gemessen auf einem per WLAN angebundenen Notebook in etwa einem Meter Abstand.

Natürlich hängen die Datenraten von der Mobilfunkversorgung vor Ort ab – bei schlechterem Empfang kann der Durchsatz auch auf nur noch zweistellige Mbit/s-Werte sinken.

Fazit

Für die beschriebenen Szenarien und mit Extrazubehör unterwegs ist die Fritzbox 6850 5G ein Top-Mobilfunkrouter mit nahezu Festnetzkomfort.

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