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Vollverstärker

Nubert nuPower A im Test

Nubert hat's wieder getan. Angespornt durch die hohe Resonanz auf seine erste Digital-Endstufe, schiebt er den Analog-Amp nuPower A nach. Der 42-Kilo- Koloss ist ein „Manifescht“ schwäbischer Ingenieurskunst. Doch wie klingt er?

  1. Nubert nuPower A im Test
  2. Nubert nuPower A: Hörtest
Nubert nuPower A von vorne

© Nubert

Nubert nuPower A

Pro

  • kräftige Stereo-Endstufe
  • sehr gute Kontrolle
  • hohe Transparenz
  • stabile Abbildung

Contra

  • in den Höhen fehlt zur Perfektion ein Quäntchen Eleganz und Feinzeichnung

Fazit

stereoplay-Testurteil: sehr gut (81 Punkte); Klang: Spitzenklasse (55 Punkte); Preis/Leistung: gut - sehr gut
Hervorragend

Erst im letzten Jahr ließ Nubert aufhorchen. Der Boxen-Spezialist aus Schwäbisch Gmünd stellte sich mit seiner Vor-/End-Kombi nuControl/nuPower D dem Test und erntete viel Anerkennung.

Das bedeutete zwar für die vitale Fangemeinde einen großen Schritt, für Nubert selbst aber nur einen verhältnismäßig kleinen. Schließlich offeriert der Direktversender bereits ausgeklügeltes Elektronik-Zubehör wie die ATM-Module zum Bass-Tuning kompakter Boxen. Vor allem aber konnte er in seinen Aktivboxen reichlich Erfahrung im Verstärkerbau sammeln. Wenig verwunderlich also, dass nach dem erfolgreichen Start der Digital-Kombi weitere Komponenten folgen.

Mit dem brandneuen nuPower A wendet sich Nubert an Analog-Jünger. Mögen Class- D-Verstärker auch noch so effizient sein, es gibt immer noch Argumente für die bewährte Analogtechnik. Zum einen das üblicherweise günstigere Rauschniveau. Ein Punkt, der aber beim nuPower D keinen Anlass zur Kritik gab. Zum anderen die verminderte Sensibilität gegenüber besonders hohen und besonders niedrigen Impedanzen, die bei den meisten Digital-Verstärkern zum Teil deutliche Abweichungen im Frequenzgang bewirken.

Doch auch das war bei Nuberts Erstling kein Thema. Allerdings konnten auch die schwäbischen Tüftler nicht die Leistungsbandbreite guter Transistor-Amps erzielen, was unter anderem mit dem Thema Noise Shaping zusammenhängt.

Wahlfreiheit

Mit dem Erscheinen des nuPower A haben wir endlich die freie Wahl, wie wir unser Signal mit Hardware aus Schwäbisch Gmünd verstärken wollen. Zwar bedeutet die Entscheidung für Nuberts analoge Rohkost einen freiwilligen Selbstverzicht bei der Maximalleistung - für Besitzer fernöstlicher Großserien-Verstärker kann man dabei durchaus von Luxussorgen sprechen -, doch dafür gibt es volle Bandbreite von Gleichstrom bis zum Messbereichsende bei 100 kHz.

Entwicklungsleiter Markus Pedal versucht, die Argumente für beide von ihm geförderten Technologien verständlich zu machen: "Auch wenn Leistungsverstärker nach dem AB-Prinzip seit Langem bewährt sind - man könnte schon fast sagen: ,Old School' - und Class D inzwischen unserer Meinung nach klanglich gleichgezogen hat, wollten wir demonstrieren, was sich aus diesem Prinzip herausholen lässt, wenn man es konsequent und mit hohem Bauteilaufwand umsetzt. In einigen Messwerten ist der nuPower A dem nuPower D nicht nur ebenbürtig, sondern sogar noch überlegen." Damit zielt der Schöpfer auf die noch größere Laststabilität und die bereits erwähnte Bandbreite ab.

Nubert nuPower A von hinten

© Nubert

Chefentwickler Markus Pedal hat einen hochwertig verarbeiteten Verstärker mit praxisgerechtem Konzept erschaffen: Die Feingewinde-Klemmen für zwei Lautsprecherpaare lassen sich an der Front umschalten. Kippschalter auf der Rückseite wechseln die Betriebsart oder die Eingänge.

Ein weiteres Argument: Der Neue lässt sich im Gegensatz zum nuPower D für den Monobetrieb brücken. Das bietet auch Flexibilität im Hinblick auf späteren Systemausbau. Denn Pedal betont, man habe das bewährte Class-AB-Prinzip durch sorgfältige Bauteile-Auswahl und höchste Verarbeitungsqualität so nachhaltig umgesetzt, dass der nuPower A auch in 20 Jahren noch klaglos seinen Dienst verrichten wird. Als Beispiel für den betriebenen Aufwand nennt der Chefentwickler MOSFETs für die Leistungsstufe des vollsymmetrisch aufgebauten Klasse- AB-Verstärkers, die mit den geforderten Spezifikationen nur von einem Hersteller auf der Welt produziert würden.

Ein erklärtes Entwicklungsziel lag in der Einhaltung der 43-cm-Standardbreite, denn die Schwaben wollten nach eigenem Bekunden keinen "Monsterblock" hervorbringen.

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