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Withings Body Cardio

Withings Body Cardio

Withings legt den Fokus auf Gesundheit und stellt neben smarten Waagen auch Fitnesstracker und -uhren, Blutdruckmesser sowie eine Sensormatte zur Schlaferfassung her. Die Body Cardio wartet – nomen est omen – mit Informationen über das Herz-Kreislaufsystem auf. Das Gerät kommt schwer und mit großer Standfläche aus dem Karton. Da die Body Cardio keine Standfüße hat, sondern mit der kompletten Unterseite aufliegt, ist sie auch für Teppichböden geeignet. Als einziger Kandidat braucht sie zudem keine Batterien, sondern hat einen Akku intus, der per mitgeliefertem USB-Kabel aufgeladen wird. Die Daten schickt sie per WLAN oder Bluetooth an die App – die Einrichtung hakte bei uns anfangs, nach einem Neustart über den seitlichen Reset-Knopf liefen die Messungen ohne Probleme.

Dabei gefällt die Withings Body Cardio mit einem großen Funktionsumfang: Neben den üblichen Verdächtigen wie Gewicht, Fett, Wasser, Muskelmasse und dem BMI weist sie als einzige Waage im Test auch die Herzfrequenz und die Pulswellengeschwindigkeit (PWG) aus. Tippt man in der Timeline auf den Punkt "Herzfrequenz", kann man diese auch manuell durch Fingerauflegen über die Smartphone-Kamera ermitteln.

Pulswellengeschwindigkeit misst Elastizität der Arterien

Die durchschnittliche Pulswellengeschwindigkeit (PWV, pulse wave velocity) ist ein laut Withings in der Medizin anerkannter Wert, der Hinweise auf die allgemeine Herz-Kreislaufgesundheit gibt. Sie beschreibt die Ausbreitungsgeschwindigkeit der durch den Herzschlag hervorgerufenen Welle im Blut entlang der Arterien. Ein erhöhter Wert kann auf eine arterielle Gefäßsteifigkeit hinweisen und damit ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck bedeuten. Blind verlassen sollte man sich auf diese Daten freilich nicht – worauf auch Withings im Kleingedruckten hinweist.

© Withings

Sehr gut: Bei der Interpretation helfen mehr oder weniger ausführliche Hilfetexte – manchmal landet man allerdings auf englischsprachigen Inhalten. Withings erklärt auch, wie sich die Werte errechnen. Bei der Muskelmasse etwa weist Withings im Vergleich zur Konkurrenz viel höhere Prozentzahlen aus. Der Grund: Withings erfasst nicht nur die Skelettmuskeln, sondern auch den Herzmuskel und das in den Muskeln enthaltene Wasser. Die anderen messen die Skelettmuskulatur.

Weiterer Pluspunkt: Man kann PDFs für den Coach oder Arzt erstellen und die Body Scale mit Apple Health, Fitbit, Google Fit und MyFitnessPal koppeln – daraus übernimmt die Withings-App die Schritte und Aktivitäten. Withings bietet auch eigene Smartwatches sowie Tracker an, die bei Kopplung die entsprechenden Werte beisteuern.

Waage zeigt Normbereich zur direkten Einordnung

Sehr gut: Die Waage zeigt beim Messen auf ihrem gut ablesbaren Display einen Normbereich – so sieht man gleich, wo man in den einzelnen Bereichen steht.

In der App geht die Analyse weiter. Die Timeline gibt einen Überblick, im Dashboard sieht man die Tagesauswertung – Pfeile nach oben oder unten signalisieren eine Zu- bzw. Abnahme. Auch Liniendiagramme veranschaulichen den Verlauf über eine Woche, einen Monat, ein Quartal und ein Jahr. Wobei die Skala hier teils sehr breit gewählt ist, sodass man beim Blick etwa in die Wochenauswertung enorme Schwankungen vermutet, die die Prozentzahl nicht widerspiegelt.

Wer Nachwuchs erwartet, freut sich über den Baby- und Schwangerschaftsmodus.

© WMP

Fazit: Mehrwert für Gesundheitsbewusste 

Die Withings Body Cardio erfasst eine große Bandbreite an Messwerten und legt mit Herzfrequenz und Pulswellengeschwindigkeit besonderes Augenmerk auf die Herz-Kreislaufgesundheit. Einen Arzt ersetzt sie natürlich nicht, kann aber erste Hinweise auf ein Problem liefern. Die Gewichtsmessungen waren zuverlässig, auch an unterschiedlichen Standorten. Die Anzeige der Normbereiche direkt auf dem Display ist top.

Rahmendaten:

  • UVP: 149,95 Euro
  • Batterien: Aufladung per Micro-USB-Kabel
  • Personen: 8
  • belastbar bis: 180 Kilogramm
  • Gewicht Waage: 2,65 Kilo
  • Abmessungen: 32,7 x 32,5 x 1,8 cm

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