Connectivity in der Kompaktklasse

Connectivity

Der derzeit angebotene Funktionsumfang im Golf VIII hat uns eher enttäuscht. Mit der Verbalnote „ausreichend“ in dieser Disziplin bleibt der Wolfsburger im Vergleich zu seinen direkten kompakten Wettbewerbern aus Ingolstadt, München und Stuttgart zurück.

Diese Bewertung ergibt sich insbesondere durch fehlende Features im Bereich der Produktivität und der mangelnden Funktionalität in der App. Zudem bietet der aktuelle Golf nur eine eSIM und keinen zusätzlichen Steckplatz für eine eigene SIM-Karte. Möchte man also in den Genuss des WLAN-Hotspots oder aber der implementierten Streamingdienste von Tidal und Apple Music kommen, so bedarf es eines zusätzlichen Datenpaketes, das man über den Drittanbieter Cubic Telecom erwerben muss.

E-Mails können ebenfalls nicht im Fahrzeug organisiert werden. Darüber hinaus haben wir einen Webbrowser, eine Kalenderfunktion oder aber separate Applikationen für Wetter, Nachrichten oder Kraftstoffpreise vermisst.

Die App „We Connect“ bietet dem Fahrer eine Vielzahl an Statusmeldungen zum Fahrzeug. Bisher ist es jedoch nicht möglich, Navigationsziele aus der App an das Fahrzeug zu schicken. Für die Navigation zum Auto wird dann je nach System Apple-Karten oder Google Maps geöffnet.

Auf der Habenseite kann der neue Golf für sich eine sehr gute Freisprechqualität verbuchen. Die optionale Telefonschnittstelle „Komfort“ für 465 Euro sorgt für induktives Laden und eine Kopplung an die Außenantenne. Für weitere 250 Euro erhält man zusätzlich die Funktionalität eines „mobilen Schlüssels“, mit dessen Hilfe man das Fahrzeug über das eigene Smartphone öffnen kann.

Fazit: Das aktuelle Angebot an vernetzten Diensten im Golf ist sehr überschaubar und enttäuscht.

Auf der nächsten Seite: User Experience.

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