Sprachsteuerung

Smart wohnen mit Alexa

Smart wohnen mit Alexa 

Bei Amazon nennt sich der Sprachassistent Alexa. Es ist auch das Wort, mit dem ein Befehl beginnt. Denn erst wenn der Speaker „Alexa“ hört, wird er aktiv und schickt das Gesprochene in die Cloud, um es zu analysieren und eine Aktion abzuleiten.

 Alexa ist unter anderem in den Sprachlautsprechern der Amazon-Echo-Familie integriert. Damit Alexa Ihr Heim steuern kann, brauchen Sie zunächst Smart-Home-Produkte. Außerdem müssen für die Produkte sogenannte Skills (dt. Fähigkeiten) bei Alexa existieren. 

Skills sind in etwa mit Apps auf dem Smartphone vergleichbar, die den Funktionsumfang von Alexa erweitern. Das Aktivieren der Skills und das Einrichten der Echo-Speaker​ nehmen Sie über die App „Amazon Alexa“ auf Smartphone oder Tablet (Android, iOS, Fire OS) oder im Browser vor. 

Im Skills-Bereich der App finden Sie eine eigene Smart-Home-Kategorie. Hier entdecken Sie etwa Skills zu den Systemen digitalSTROM, Devolo Home Control, eQ-3 Homematic IP und innogy SmartHome. Zum Testzeitpunkt umfasste die Kategorie über 150 Skills. Wenn Sie in der App auf einen Skill tippen, können Sie bereits sehen, mit welchen Befehlen Sie das System steuern können. 

Amazon Echo Dot black

© Amazon

Sieben Mikrofone befinden sich beim Amazon Echo Dot an der Oberseite. So kann er Befehle aus jeder Richtung, aus der Ferne und bei Geräuschen entgegennehmen.

Beim Skill von eQ-3 Homematic IP ist das zum Beispiel „Alexa, setze Badezimmer auf 22 Grad“, „Alexa, stelle Wohnzimmerlicht auf 50 Prozent“ und „Alexa, schalte Vollschutz ein“. Es lassen sich also einzelne Geräte („Wohnzimmerlicht“) und Szenen bzw. Gruppen („Vollschutz“) steuern. 

Nach dem Aktivieren eines Skills, starten Sie die Suche nach neuen Geräten. Dadurch zeigt Ihnen die Alexa-App die nun steuerbaren Geräte und Szenen an. Diese Geräte und Szenen können Sie über Gruppen verknüpfen, um sie gemeinsam zu steuern.

Wir haben zum Beispiel eine Gruppe namens „Wohnraum“ angelegt und LED-Lampen von Philips Hue mit ihr verknüpft wie auch Schaltsteckdosen von eQ-3 Homematic IP und innogy SmartHome. Der Satz „Alexa, mach das Licht im Wohnraum aus“ genügt so, um die verknüpften Geräte im Wohnraum auszuschalten. 

Wenn Sie Heizkörperthermostate mit der Gruppe verbinden, können Sie auch mehrerer Thermostate gemeinsam regeln, etwa über „Alexa, stell die Heizung im Wohnraum auf 22 Grad.“ Aber Vorsicht: Alexa reagiert im Normalfall nur auf Geräte-, Szenen- und Gruppennamen sowie auf die auszuführende Aktion.

Alexa App

© Amazon Echo

Links: Im Smart-Home-Bereich der Alexa-App können Sie Gruppen, Geräten, Szenen und Smart-Home-Skills verwalten. Rechts: Die Beschreibungen der Skills zeigen bereits, welche Sprachbefehle funktionieren.

Bei „Schalte den Wohnraum aus“ funktioniert alles wie gewünscht, denn es gibt nur die Gruppe „Wohnraum“ und die Aktion „Ausschalten“. Es gehen darum alle Geräte aus, die mit der Gruppe „Wohnraum“ verknüpft sind und Aus-Befehle erlauben, zum Beispiel Lampen, Schaltsteckdosen und Heizkörperthermostate von tado. 

Ein Problem kann entstehen, wenn Sie sagen: „Schalte das Licht im Wohnraum aus“. Alexa ignoriert das Wort Licht, weil es nur die Gruppe „Wohnraum“ kennt und schaltet die verknüpften Geräte aus, also auch die Heizkörperthermostate von tado. 

Außer Heizungen, Licht und Schaltsteckdosen lassen sich auf diese Art auch Rollos steuern. Es ist jedoch nicht sehr komfortabel. „Alexa, fahre die Balkontür nach unten“ führte bei uns nicht zum gewünschten Ziel, dass ein Rollladenaktor von Homematic IP mit dem Namen „Balkontür“ einen Rollo komplett herunterfährt.

Dafür funktionierte der umständliche Satz: „Alexa, fahre die Balkontür auf 100 Prozent.“ Diese Art der Steuerung basiert auf sogenannten Smart-Home-Skills. Daneben erlaubt Alexa Custom Skills, die dadurch erkennbar sind, dass jeder Befehl ein Schlüsselwort besitzt. 

Devolo Starter Paket - Smart Home

© Devolo

Per Alexa steuern: das Starter-Paket von Devolo Home Control (ca. 220 Euro) mit Tür-Fensterkontakt, Zentrale sowie Schalt- und Mess-Steckdose.

Beim Skill von Devolo Home Control ist es beispielsweise „Devolo“. Befehle lauten deshalb so: „Alexa, öffne Devolo und schalte das Licht an“ oder „Alexa, starte Szene Guten Morgen mit devolo.“ Mit dieser Art von Skills verfügen die Hersteller über große Freiheit, was sie in die Sprachsteuerung integrieren. 

Das ist auch der Grund, warum digitalSTROM auf einen Custom Skill setzt: „Mit einem Smart-Home-Skill würde sich nur ein kleiner Teil unserer Funktionen nutzen lassen“, erklärt digitalSTROM-CEO Martin Vesper. Der Satz „Alexa, sage digitalSTROM, die Rollläden im Wohnzimmer runterzufahren“, funktioniert zum Beispiel. 

Sie können auch den Ladestand Ihrer sonnenBatterie erfahren über „Alexa, frage sonnen, wie voll meine Batterie ist.“ Und wer eine Waschmaschine von Bosch oder Siemens mit Home-Connect-Funktion besitzt, kann sagen: „Alexa, frage Home-Connect-Waschmaschine, wann die Wäsche fertig ist.“ Nachteile der Custom Skills: Das zusätzliche Schlüsselwort macht die Befehle komplizierter. Außerdem lassen sich die Geräte über die Alexa-App nicht in Gruppen verknüpfen und so gemeinsam steuern.

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