Sprachsteuerung

Echo oder Google Home?

Echo oder Google Home? 

Betrachtet man die reine Haussteuerung, kann der Google Assistant mit Amazon Alexa momentan nicht mithalten. Amazon bietet mehr Möglichkeiten aufgrund der Custom Skills und der größeren Auswahl an unterstützten Smart-Home-Systemen. 

Jedoch ist bei Alexa mehr Vorsicht beim Formulieren der Sprachbefehle nötig. Wenn Sie das Licht in der ganzen Wohnung ausschalten wollen, können Sie zu Google Home etwa sagen: „Schalte das Licht aus“, „Mach das Licht aus“ oder „Schalte alle Lampen aus“. Alexa kann mit diesen Sätzen normalerweise nichts anfangen. 

Oder weder Echo noch Google Home kaufen und auf die Sprachlautsprecher von Microsoft und Apple warten? Ab Herbst soll in den USA mit dem Harman Kardon Invoke ein Sprachlautsprecher mit Microsofts Sprachassistenten Cortana erhältlich sein. Darüber, wie er das Smart-Home steuert, ist allerdings bislang wenig bekannt. 

Bei Apple herrscht mehr Klarheit, da der Sprachassistent Siri auf iPhone, iPad und Apple TV (ab 4. Generation) schon heute dem Smart Home Befehle gibt. Ein Sprachlautsprecher ist mit dem HomePod schon angekündigt. Was die Sprachqualität der deutschen Siri anbelangt, kommt sie momentan an Alexa und den Google Assistant nicht heran, da sie recht unnatürlich klingt. 

Voraussetzung für die Steuerung per Siri ist, dass ein Smart-Home-Produkt Apples Standard HomeKit unterstützt. Die Auswahl an HomeKit-Geräten wuchs lange Zeit recht langsam. 

© Apple

Bei Apple noch in der Entwicklung: der Sprachlautsprecher Home-Pod. Ab Dezember soll er für knapp 350 US-Dollar zunächst in den USA, Australien und Großbritannien erhältlich sein.

Der wahrscheinliche Hauptgrund: Um das HomeKit-Logo zu erhalten, mussten Produkte strenge Auflagen erfüllen. Apple lockert aber die Auflagen langsam, und es gab in letzter Zeit eine Reihe an Produktankündigungen. 

Bei HomeKit handelt es sich um ein komplettes Smart-Home-Ökosystem, das sich per Sprache und App steuern lässt und Automationen erlaubt. Dass auch Google und Amazon diesen Weg einschlagen, ist zu erwarten. Erste Schritte gehen Amazon und Google bereits.

Über ein Software-Update im Oktober 2017 – nach Redaktionsschluss dieses Artikels – sollen sich mit Alexa „Routinen“ anlegen lassen, damit über einen Sprachbefehl mehrere Aktionen gleichzeitig ausgeführt werden. 

Auch Google will in Zukunft solche Routinen ermöglichen. Über einen Befehl wie „Alexa, gute Nacht“ schalten sich dann beispielsweise das Licht und der Fernseher aus. Amazon hat ebenfalls angekündigt, dass sich Routinen mit einem Zeitplan versehen lassen, damit sie automatisch zu einer bestimmten Zeit ausgeführt werden. 

Mehr lesen

Sprachsteuerung

Mit Echo und Echo Dot zeigt Amazon, dass Streaming-Devices zu viel mehr dienen können, als nur zur Musikbeschallung. Wir machen den Test.

Mehr zum Thema

Google Home, Apple HomeKit und Amazon Alexa

Ikea plant ein Update für die Smarthome-Lampen der Trådfri-Serie. Diese lassen sich künftig mit Google Home, Apple HomeKit oder Amazon Alexa steuern.
Sprachlautsprecher mit "Ok Google" und Alexa

Lautsprecher, die neben einer bequemen Sprachsteuerung auch guten Klang liefern: Das versprechen JBL, Ultimate Ears und Harman Kardon.
Smarter Lautsprecher

Amazon hat dem Echo Plus 2 nicht nur ein optisches Refresh verpasst, sondern auch am Sound geschraubt. Ob dies etwas gebracht hat, lesen Sie im…
„Alexa, starte meinen Tag“

Amazons Alexa ermöglicht es, auf sehr einfache Weise mehrere Befehle zu Routinen zusammenzufassen. Wir zeigen an einem Beispiel, wie das geht.
Smarte Speaker

Das Angebot an smarten Speakern ist inzwischen so vielfältig wie das, was man damit machen kann. Für jeden Nutzungsschwerpunkt gibt es andere…