Freisprechen im Auto mit Bluetooth

Mobile Navis

Mobile Navigationssysteme der mittleren und oberen Preisklasse bieten heute wie selbstverständlich meist einen Bluetooth-Freisprecher. Je nach Aufwand und Know-how der Hersteller sind diese Navis dank Touchscreen hervorragend für den Nebenjob als Freisprechanlage geeignet - zumindest theoretisch.

© Fotos: Hersteller

Immer mit Freisprecher an Bord: Aktuelle Oberklasse-Navis wie der Blaupunkt TravelPilot 300

Schließlich lässt sich das Adressbuch auf dem Screen locker anzeigen und dank Touchscreen sogar einigermaßen gut handhaben. Auch ein Wählfeld für die Rufnummerneingabe ist möglich und wird oft auch angeboten.

Die damit verbundene Funktionsvielfalt ist aber leider ein möglicher Bluetooth-Stolperstein. Insbesondere der Transfer des Adressbuches vom Handy zum Navi klappt nicht mit allen Kombinationen aus Handy und Navi. Wenn ein Navi-Hersteller seine Freisprechfunktion ernstnimmt, dann hat er auch eine meist online einsehbare Liste kompatibler Handymodelle.

Standard erst seit 2006

© Archiv

Komfortabel: In navis integrierte Freisprecher lassen sich dank großem Touchscreen gut bedienen

Der Hintergrund ist schnell erzählt: Bislang fehlte es an einem Standard für die Adressbuchübertragung, die beispielsweise bei vielen Nokia-Serie-60-Geräten nur über eine proprietäre FTP-Sync-Lösung möglich war. Deshalb hat man in der Bluetooth SIG (Bluetooth Special Interest Group, ein gemeinnütziger Unternehmensverband in Privathand) im Jahr 2006 das Phone-Book-Access-Profile (PBAP) verabschiedet.

Mit diesem kann ein Freisprecher per Funk lesend auf das Adressbuch des Handys zugreifen. In der aktuellen 3rd Edition der Serie-60-Handys von Nokia ist das PBAP beispielsweise implementiert und wird auch von neueren Bluetooth-Freisprechern unterstützt.

Sony-Ericsson-Handys können schon seit langem ihr Adressbuch komplett via Object-Push-Profil versenden und beherrschen zudem das PBAP. Dennoch: Sich vor dem Navikauf darüber zu informieren, ob das eigene Handy mitzieht oder nicht, ist unbedingt sinnvoll.

Mehr zum Thema

6 Tipps und Tricks für Akku & Co.

Im Winter ist das Handy oder Smartphone besonderen Belastungen ausgesetzt. Wir zeigen, wie Sie Ihr Handy bei Kälte und Nässe schützen.
Handy gegen Schäden und Diebstahl versichern

Defekte, Diebstahl, Displaybruch: Smartphone-Besitzer müssen so manches Risiko fürchten. Doch wie sinnvoll ist eine Versicherung für iPhone und Co.?
Kauf-Tipps

Nicht jeder will für ein iPhone 500 Euro oder mehr hinlegen. Gebraucht wird's deutlich billiger. Wir erklären, worauf Sie beim Kauf achten müssen.
Technik in hohen Temperaturen

Auch Ihrem Handy, Smartphone, Tablet oder Notebook setzt die Hitze zu. Wir zeigen wie Sie Ihre mobile Technik in den heißen Monaten schützen.
Ortungsdienste auf Smartphones

Welche Möglichkeiten gibt es, ein Handy zu orten? Was ist erlaubt? Worauf müssen Sie beim Orten des Smartphones achten?