5G, faltbar und viele Kameras

Falt-Smartphones und viele Kameras

Inhalt
  1. Die größten Smartphone-Trends vom MWC 2019
  2. Falt-Smartphones und viele Kameras

Faltbar scheint Pflicht

Doch nicht nur 5G-Smartphones waren auf dem MWC beliebt. Die größte Euphorie galt wohl den faltbaren Geräten. Im aktuell nicht gerade von bahnbrechenden Innovationen getrieben Smartphone-Markt sind die Geräte durchaus der Anfang einer neuen, spannenden Entwicklung. Auch wenn das Nutzen-Kosten-Verhältnis der bereits vorgestellten Geräte noch überschaubar ist. Wie die Geräte beim Verbraucher ankommen, wird auch sehr stark von der Software abhängen, die ein sinnvolles Multitasking ermöglichen sollte. Google hat den Herstellern bereits signalisiert, sein mobiles Betriebssystem Android an faltbare Smartphones anzupassen. Das Unternehmen rechnet allerdings auch mit einem mehrjährigen Lernprozess, wie Nutzer mit den Phones umgehen und welche Anpassungen daraufhin wichtig sein werden.   

Als erster größerer Hersteller hatte Samsung bereits im Vorfeld der Messe mit der Vorstellung des Galaxy Fold den Anfang gemacht. Das Gerät verfügt dabei über ein Display auf der Vorderseite mit 4,6-Zoll-Diagonale und einen 7,3-Zoll-Screen auf der Innenseite, wenn man das Phone aufklappt. Der Marktstart des Smartphones soll Ende April erfolgen, wobei der Preis mit voraussichtlich 2.000 Euro deutlich für ein sehr exklusives Gerät spricht. 

Samsung Galaxy Fold

© Samsung

Das Samsung Galaxy Fold lässt sich aufklappen und als Tablet nutzen.

Mit 2.300 Euro ist auch Huaweis Mate X wahrlich kein Schnäppchen, beherrscht aber dafür auch 5G. Die Chinesen gehen bei ihrem Falt-Phone-Konzept einen etwas anderen Weg und verbauen nur ein Display. Dieses allerdings auf der Außenseite. Damit ist der Screen ständig äußeren Einflüssen ausgesetzt, wenn das Smartphone zusammengeklappt ist. Noch ist nicht ganz klar, wie Huawei Kratzer auf dem Display vermeiden möchte, da durch das Falten natürlich kein festes Glas zum Einsatz kommen kann. Immerhin ist ein Case geplant. Mitte 2019 wird das Mate X voraussichtlich erhältlich sein. 

Neben den großen Herstellern hat auch das chinesische Unternehmen TCL, das hinter Alcatel und Blackberry steht, einen Prototyp seiner Idee eines faltbaren Smartphones vorgestellt. Spannend könnte das Gerät vor allem wegen seines Preises werden, der unter 1.000 Euro liegen soll. 

Huawei Mate X geknickt

© connect

Der Bildschirm des Mate X wird nach außen zugeklappt.

Die Zahl der Kameras steigt auf sechs

Vor einem Jahr war auf dem MWC noch die Dual-Kamera ein echter Hit. 2019 ist im Durchschnitt eine Optik dazugekommen: Triple-Kamera heißt der neue Trend. Die übliche Kombination besteht so aus einer Standardbrennweite, zu der sich ein Superweitwinkel- und ein Teleobjektiv gesellen. So zu finden beim Samsung S10+, Xiaomi Mi 9, ZTE Axon 10 Pro und dem Sony Xperia 1. Und Sony ist hier auch ein gutes Stichwort, denn das Unternehmen baut den gerade häufig verbauten Bildsensor IMX 586, der mit 48 Megapixeln zurzeit am höchsten auflöst. 

Oppo kombiniert diesen Sensor ebenfalls in einem zukünftigen Smartphone und hat auf dem MWC 2019 eine Triple-Kamera mit optischem 10-fach-Zoom vorgestellt. Hohe Zoomstufen, die über Linsen und nicht digital realisiert werden, sind immer noch sehr schwierig in einem Smartphone zu verbauen. Knackpunkt ist hier die Bautiefe der Geräte, die einen Aufbau mit vielen Linsen nahezu unmöglich macht – wer schon einmal ein Teleobjektiv für eine Spiegelreflexkamera gesehen hat, kann sich die Problematik erschließen. Oppo geht deswegen einen Umweg über Spiegel, die die Lichtstrahlen um 90 Grad umlenken. 

Nokia 9 Pureview mit Penta-Optik

© Hersteller

Das Nokia 9 Pureview steckt in einem eleganten Glas-Gehäuse, das von einem Rahmen aus 7000er Aluminium zusammengehalten wird.

Das interessanteste Produkt in Sachen Kamera-Phones hatte allerdings Nokia in Petto. Dessen mit den Firmen Zeiss und Light entwickeltes Nokia 9 Pureview zieren ganze fünf Optiken auf der Rückseite. Drei davon haben einen Monochrom- und zwei einen Farbsensor. Diese Kombination ermöglicht es dem Nutzer, den Fokuspunkt im Bild auch im Nachhinein zu verschieben.     

Samsungs Galaxy Fold setzt, was die Kameradichte betrifft, noch einen drauf: Ganze sechs Linsen findet man am neuen Foldable. Neben der Triple-Kamera vom Galaxy S10 gibt es auf der Vorderseite noch eine Selfie-Kamera über dem äußeren Display, die auf der Innenseite ebenfalls zu finden ist und dazu noch von einem Tiefensensor unterstützt wird.

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