Einführung

Unabhängige NAS, Datensicherheit und Fazit

21.10.2016 von Stefan Schickedanz

ca. 2:35 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Die NAS als Musik-Streaming-Zentrale
  2. Streaming-Software: Twonky Server
  3. Unabhängige NAS, Datensicherheit und Fazit
Sandisk SDWS1-032G-E57 Connect
Drahtlos Streamen: Das Sandisk SDWS1-032G-E57 Connect benötigt als WLAN-Laufwerk keine Kabel, ist mobil und für unter 70 Euro zu haben, mit 32 GB Speicher und USB 2.0 aber nicht für komplexe Anwendungen geeignet.
© Sandisk

Unabhängige NAS

Diese verbindet man direkt mit dem Netzwerk, einen Computer braucht man nicht. Das spart nicht nur Strom: Falls es sich um einen Laptop handelt, kann man den Rechner dann aus dem Netzwerk ausklinken und mitnehmen, ohne dass danach Funkstille im Lautsprecher herrscht. Unabhängig davon hat die Trennung von Arbeit und Vergnügen zahlreiche Vorteile, gerade auch, wenn es um die Speicherkapazität geht. Schließlich ist Speicherplatz speziell im Laptop rar und teuer, während mehrere Terabyte auf einem NAS schon für 100 bis 200 Euro zu haben sind.

Der Vorteil der NAS-Lösung liegt darin, dass die Server-Software bereits aufgespielt ist (auf das DLNA-Siegel achten) und man sie nur über Ethernet am Router anschließen und anschalten muss (manche Produkte verwenden auch WLAN). Gleichwohl kann man in der Regel - wie bei QNAP - unabhängig vom Betriebssystem des Computers über den Browser die Einstellungen des NAS-Servers ändern.

Zwischenlösung

Eine Zwischenlösung zur Verwendung eines NAS oder der internen Festplatte des Rechners ist der Anschluss einer externen USB-3.0-Festplatte als reines Medien-Archiv (USB 1.0 und 2.0 sind für Medienserver zu langsam). Diese Lösung ist in der Regel günstiger als ein NAS. Sie belegt aber nicht den kostbaren Speicherplatz im Computer selbst, der dann allerdings immer aktiv sein muss, um Streaming zu ermöglichen. Deshalb verwandeln einige Tüftler ihre Fritzbox durch Anschluss einer USBFestplatte in ein NAS. Von der Funktion her eine günstige Möglichkeit, immer auf seine Medien zugreifen zu können. Doch wegen des vergleichsweise lang samen Prozessors im DSL-Router ist das nur ein Provisorium für Alleinstehende.

Serviio
SERVIIO: Kostenlose, mehrsprachige und für Mac, Windows sowie Linux erhältliche DLNAkompatible Java-Server-Lösung.
© Weka/Archiv

Grundsätzlich ermöglicht ein UPnPServer mehrere Streams gleichzeitig mit unterschiedlichen Inhalten für verschiedene Räume. Und wer sich erst mal an den Luxus des Musik-Streamens gewöhnt hat, will seine Filme anschließend eher nicht mehr von der DVD schauen. Deshalb kann man nie genug Kapazität und Prozessorleistung haben.

Datensicherheit

Ein Kapitel für sich ist die Datensicherheit. Wer es perfekt machen will, setzt auf ein sogenanntes Raid (ein redundantes Array aus unabhängigen Disks), das lange vor dem Siegeszug des Streamens im Profibereich Karriere machte. Doch NAS-Raid-Systeme überspringen ganz schnell die Grenze zum vierstelligen Preis. Rein von der Datensicherheit her wäre der Aufbau eines Raids aus zwei oder mehreren gebräuchlichen externen USB-Festplatten eine Alternative, die Mac-User mit den serienmäßigen Dienstprogrammen ausführen können, sofern sie etwas tiefer mit MacOS vertraut sind. Apropos MacOS: Mit Serviio, einem Medienserver auf Java-Basis, bietet sich eine kostenlose Twonky-Alternative an, die auch für Windows und Linux erhältlich ist.

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Fazit

Als Apple-Afficionado mit AirPlay direkt aus iTunes habe ich Twonky immer nur in der Redaktion benutzt. Kürzlich habe ich die Software zu Hause installiert, um in aller Ruhe nach Feierabend mit Sonos und Co experimentieren zu können. Man sollte heute beides haben, weil iTunes Formate wie FLAC nicht unterstützt. Und auch für PC-Benutzer ist Twonky eine großartige Lösung, die ihnen weitere Welten öffnet als der Windows Media Player, der sich als Mediaserver nutzen lässt. Als plattformübergreifende Alternative sei noch Serviio erwähnt.

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