Wasserschaden beim Smartphone

Smartphone vor Wasser schützen: Das sollten Sie beachten

Die häufigste Ursache für einen Totalschaden des Smartphones ist der Kontakt mit Wasser. Wir zeigen, was Sie tun sollten, wenn es passiert ist, welche Smartphones bereits einen Wasserschutz bieten und wie Sie Ihr Telefon zusätzlich schützen können.

Inhalt
  1. Smartphone vor Wasser schützen: Das sollten Sie beachten
  2. Wasserschaden: Was tun und was nicht?
  3. Was bringt die Smartphone-Versicherung?
Smartphone Wasserschutz

© Nitikorn Poonsiri / Shutterstock.com

Was tun wenn das Smartphone baden geht? Wir zeigen, wie Sie Ihr Handy schützen.

Einmal nicht aufgepasst, und schon ist es passiert. Das heiß geliebte und vor allem teure Smartphone ist ins Wasser gefallen – sei es die Toilette, das Spülbecken oder die Badewanne, Gefahren lauern überall. Auch ein Besuch in der Waschmaschine oder ein Erfrischungsbad im umgestürzten Getränk im Biergarten sind häufiger zu beklagen, als man denken sollte. 

Ist das Missgeschick erst einmal geschehen, heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, denn die falsche Reaktion zu diesem Zeitpunkt kann einen Totalschaden am Smartphone nach sich ziehen, auch wenn es mit den richtigen Sofortmaßnahmen vielleicht noch zu retten gewesen wäre. Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass diese Wahrscheinlichkeit gering ist — Elektronik und Wasser passen einfach nicht zusammen. Dann ist guter Rat teuer, denn für Wasserschäden haftet die Herstellergarantie grundsätzlich nicht. 

Dennoch lohnt sich ein Rettungsversuch, und sei es nur, um kurzfristig wichtige Daten wie Fotos in die Cloud oder auf ein anderes Speichermedium zu übertragen. Denn selbst wenn das Smartphone noch nutzbar ist, sind Langzeitschäden keine Seltenheit. Lesen Sie, was Sie im Fall der Fälle versuchen können, was es für vorbeugende Maßnahmen gibt und was Schutzklassen bedeuten. 

Schutzklassen

Immer mehr Smartphone-Hersteller sorgen bereits von Haus aus für einen mehr oder minder brauchbaren Schutz gegen Wasser und Feuchtigkeit. Dazu bedient sich die Industrie der bekannten Schutzklasseneinstufung, die von IP00 (kein Schutz) bis IP69k (maximaler Schutz) reicht. IP steht für „International Protection“, bei Smartphones reicht die Bandbreite von IP52 bis IP68. Wie sich dieser Code im Detail entschlüsseln lässt, erfahren Sie in der Tabelle.

Fremdkörper & Berührung 

Die erste Ziffer zeigt den Schutz gegenüber Fremdkörpern an. Meist erreichen Smartphone- Modelle hier die Klasse 5 oder 6, da die Gehäuse bis auf die Ladebuchse, den Kopfhöreranschluss und die Lautsprecheröffnungen komplett geschlossen sind. Des Weitern gibt die Ziffer auch den Berührungschutz an. Dieser ist bei Smartphones vollständig gegeben.

KennzifferSchutz gegen Fremdkörper
0kein Schutz
1geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 50 mm
2geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 12,5 mm
3geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 2,5 mm
4geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ≥ 1 mm
5geschützt gegen Staub in schädigender Menge
6staubdicht

Wasser & Feuchtigkeit 

Die zweite Ziffer gibt Auskunft über den Schutz gegen Wasser und Feuchtigkeit. Dies reicht von Tropfwasser wie Regen bis hin zu der Bearbeitung des Prüflings mit einem Hochdruckreiniger. connect vergibt hier erst ab Erreichen der Schutzklasse 5 Punkte.

KennzifferSchutz gegen Wasser
0kein Schutz
1Schutz gegen senkrecht auf das Gehäuse fallendes Tropfwasser
2Schutz gegen fallendes Tropfwasser wenn das Gehäuse bis zu 15 Grad geneigt ist
3Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60 Grad gegen die Senkrechte
4Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel - mind. 3 Minuten
6Schutz gegen starkes Strahlwasser - mindestens 3 Minuten
7Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in bis zu 1 Meter Tiefe für 30 Minuten
8Schutz gegen dauerndes Untertauchen in einer Tiefe über 1 Meter (Details definiert nach Hersteller)

Zusätzliche Vorschriften der Hersteller

Doch Vorsicht, die Smartphone-Hersteller schränken den Schutz gegen Wasser und Feuchtigkeit in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oftmals zusätzlich ein. Hier kommt es wie so oft auf das Kleingedruckte an. So gilt der Wasserschutz oft nur für das Eintauchen in klares Süßwasser. Schmutz-, Chlor- und Salzwasser sind meist ebenso ausgeschlossen wie andere Flüssigkeiten, beispielsweise Getränke. Zudem gibt es eine zeitliche Einschränkung und auch eine maximal zulässige Tiefe, denn der Wasserdruck sorgt sonst dafür, dass sich das Nass seinen Weg durch die Dichtungen bahnt. Dabei achten die Hersteller selbst nicht immer auf ihre eigenen Garantiebestimmungen. Ein klassisches Eigentor schoss Sony. Die Japaner warben vor einiger Zeit mit tauchenden Smartphone-Nutzern und Unterwasseraufnahmen – und bekamen prompt reihenweise Reklamationen wegen Wasserschäden.​

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Quelle: WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH / connect
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