Mittelklasse Smartphone

Motorola One Action im Test

Das Motorola One Action kommt mit integrierter Actioncam im schmalen 21:9-Format und bietet neben guter Leistung eine Update-Garantie. Weitere Details in unserem Test.

Motorola One Action im Test

© Motorola /Screenshot & Montage: connect

Motorola hat den Sensor der Actioncam um 90 Grad gedreht. So nimmt man Videos auch dann im Querformat auf, wenn man das Smartphone vertikal hält.

EUR 219,00

Pro

  • für die Preisklasse starker Chipsatz mit guter Leistung
  • 115 GB erweiterbarer Speicher oder Dual-SIM
  • Updategarantie durch Android One
  • dank 21:9-Formats handliches Design mit randlosem Filmgenuss
  • gute Funkeigenschaften
  • überragende Preis/Leistung

Contra

  • Ultra-Weitwinkel nur für Videoaufnahmen
  • Display ist leuchtschwach und gibt auf Druck leicht nach
  • kurze Laufzeit
  • mit IP52 nur Schutz vor Wassertropfen

Fazit

connect-Urteil: befriedigend (373 von 500 Punkten)
74,6%

Motorolas Mittelklasse-Smartphone One Action ist ein kleiner Exot: Die Triple-Kamera auf der Rückseite beherbergt nämlich außer der Hauptlinse und einem Tiefensensor eine Ultra-Weitwinkel-Einheit, die rein als Actioncam dient. 

Fotos macht sie allerdings nur über einen Umweg: per Videoscreenshot während der Aufnahme. Weitere Besonderheit: Während die Actioncam filmt, darf man das Phone getrost vertikal halten, das One Action speichert die Videos dennoch im Querformat – und zwar maximal in Full HD bei 60 fps.

Die Qualität der Clips ist mit einer mittelpreisigen Vollblut-Actioncam vergleichbar und für gelegentliche Aufnahmen okay. Der Blickwinkel von 117 Grad verursacht jedoch leichte Randverzeichnungen. Außerdem wirkt das Bild auch bei gutem Licht körnig und könnte insgesamt schärfer sein. 

Einen guten Job macht die elektronische Bildstabilisierung, die beim Laufen viele Wackler tilgt. Die Standard-Weitwinkelkamera unter der Actioncam arbeitet mit einer Auflösung von 12 Megapixeln und filmt sogar mit 4K. Ihre Fotoqualität in hellen und dunklen Umgebungen kann sich mit der Note „gut“ für diesen Preis sehen lassen. 

Das gilt auch für das Design, zumal die Farbe „Denim Blue“ mit einem Jeansstoffmuster auf der Rückseite mal was Neues ist. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, was haptisch natürlich nicht ganz so edel wie eine Glasrückseite ist. 

Eine IP52-Zertifizierung verspricht immerhin Schutz vor Wassertropfen. Generell ist das Phone gut verarbeitet, lediglich das Display gibt auf Druck leicht nach. Beim One Action blickt man auf einen Screen im 21:9-Format.

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Wer Filme im entsprechenden Seitenverhältnis schaut, kann sich also über ein formatfüllendes Bild ohne schwarze Balken freuen. Außerdem liegt das Gerät mit 71 mm Breite sehr gut in der Hand, gerade wenn man die ausladene Displaydiagonale von 6,3 Zoll bedenkt. 

An der Schärfe der Anzeige gibt es dank Full-HD-Auflösung ebenfalls nichts auszusetzen. Anders sieht das bei der Displayhelligkeit aus, von der wir für echtes Kinofeeling mehr als die gemessenen 336 cd/m2 erwartet hätten. Geschmackssache ist zudem die im Screen integrierte Frontkamera, deren breite schwarze Ränder teilweise vom Bild ablenken. 

Unter der Haube setzt Motorola wie im One Vision mit dem Exynos 9609 auf einen Samsung-Chipsatz, der zusammen mit den 4 GB RAM eine für den günstigen Preis gute Systemleistung bietet. Stark sind ebenfalls die 115 GB Speicher, die man per MicroSD-Karte sogar noch erweitern kann. Alternativ lassen sich zwei SIM-Karten einsetzen. 

Liebhaber von kabelgebundenen Kopfhörern dürfen sich über einen Klinkenanschluss freuen, der durch die satten 761 mV Spannung selbst für Highend-Lauscher ausreichend Dampf liefert. Größere Bedeutung dürfte für viele die Updategarantie haben, die man beim One Action mit einkauft. Dank Android One erhält das Phone zwei Betriebssystemupdates und regelmäßige Sicherheitspatches. 

Testsiegel connect befriedigend

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Gute Nachrichten kommen auch aus dem Labor: Die Funkeigenschaften sind in allen drei Standards gut, ebenso die Sprachqualität. Ein wenig enttäuschend ist die Ausdauer von 7:52 Stunden, die das Phone aus seinem eigentlich nicht knapp bemessenen 3500-mAh-Akku zieht. 

Motorola hat mit dem One Action ein solides Mittelklassegerät herausgebracht, das mit seinem Einsatz als Actioncam aber wohl ein Nischendasein fristen wird.

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