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Plug-in-Hybride im Connectivity-Test: Peugeot 508

© connect/Holtkemper

Der Testwagen des Peugeot 508 kam mit dem 3D-Navigationssystem "NAC" zum Preis von 62.470 Euro.

Seit dem vergangenem Jahr ist der Peugeot 508 auch als Plug-in-Hybrid erhältlich. Der dynamisch designte Kombi, den wir in der hochwertigen GT-Variante testen konnten, bringt ein paar interessante Ausstattungsmerkmale mit – wie eine außen sichtbare LED-Leuchte, die im reinen Elektrobetrieb automatisch aktiviert wird und die Einfahrt in Umweltzonen erleichtert.

Kernkomponenten für Infotainment und Connectivity sind das 3D-Navigationssystem NAC im Verbund mit der MyPeugeot-App und die zwei großen Bildschirme im Fahrzeug. Während das großzügig dimensionierte Cockpitdisplay kaum Auffälligkeiten zeigt und auch die Lenkradtasten weitgehend selbsterklärend sind, ist der Umgang mit dem 10-Zoll-Touchscreen über der Mittelkonsole zunächst gewöhnungsbedürftig. Grund dafür sind die für die Funktionswahl zuständigen, an Klaviertasten erinnernden Klappen unterhalb des Monitors. Darunter befindet sich dann noch die Klimasteuerung – es dauert etwas, bis man sich in dieser eigenwilligen Konstruktion zurechtfindet.

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Der Peugeot 508 1.6 Hybrid 225 e-EAT8 im Connectivity-Test.

Dass die vernetzungsrelevante Ausstattung des schnittigen Franzosen nur mit der Verbalnote „ausreichend“ abschneidet, hat allerdings andere Gründe. Zum Beispiel, dass es weder Gestensteuerung noch ein anpassbares Menü gibt. Ein weiterer Aspekt sind fehlende Abspielquellen: Weder Webradio noch Streamingdienste wie Spotify werden angeboten. Wer Musik abseits terrestrisch empfangbarer Sender hören möchte, muss den 508 mit seinem Smartphone koppeln – per Bluetooth oder Kabel, wofür reichlich USB-A-Buchsen zur Verfügung stehen.

Apropos Smartphone: Die spezifische Fahrzeug-App bietet zwar nur eingeschränkte Remote-Funktionen, sie lässt sich aber schnell einrichten und einfach bedienen. Verschiedene Fahrzeugdaten inklusive Standort und Restreichweiten von Benzin und Elektromotor lassen sich remote abrufen. Das Senden von Navigationszielen aus der App ans Fahrzeug klappt aber nur bei bestehender Bluetooth-Verbindung, also wenn man ohnehin im Auto sitzt.

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Nicht nur der aktuelle Standort wird an die MyPeugeot-App übermittelt, sondern auch die Reichweite.

Routenplanung und Navigation bereiten dem NAC-System kaum Probleme – sofern man das Fahrtziel nicht per Sprache übermittelt. Zitat eines Testers: „Auch einfache Navigationsbefehle werden nicht verstanden.“ Hier sollte der Hersteller also nochmal nachbessern. Und auch wenn der 508 in puncto User Experience besser abschneidet als bei der Ausstattung, bleibt es im Gesamtergebnis „ausreichend“.

connect-Testurteil: ausreichend (623 von 1000 Punkten)

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