Updates, Preis und Alternativen

Samsung Galaxy S7: Lohnt sich der Kauf noch?

Das Samsung Galaxy S7 ist immer wieder günstig im Angebot. Doch wie schlägt sich das alte Flaggschiff im Jahr 2020? Unser Check verrät, für wen sich der Kauf noch lohnt. +++ Update: Stand: März 2020 +++

© Samsung/ Montage connect

Wie steht es um das Samsung Galaxy S7 im Jahr 2020? Wir machen den Check.

Das Galaxy S7 war das Samsung-Flaggschiff im Jahr 2016. Bis heute erfreut sich das 5,1-Zoll-Smartphone großer Beliebtheit und ist auch noch vereinzelt im Handel und natürlich auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich. Doch lohnt sich der Kauf des Galaxy S7 im Jahr 2020 überhaupt noch? Wir machen den Check.

Hardware: Etwas altbacken, aber immer noch gut

Das Samsung Galaxy S7 hat einen Exynos 8890 Octacore-Prozessor und 4 GB RAM. Dieser schlägt sich in Performance-Benchmarks auch im Jahr 2019 noch respektabel. Im Geekbench 4 Ranking etwa liegt er in etwa gleichauf mit den Qualcomm Snapdragon 632 und 636 SoCs, die viele Mittelklasse-Smartphones des Jahres 2019 antreiben. Auch den hauseigenen Mittelklasse-SoC Exynos 7420, der etwa im Galaxy A8 (2018) zum Einsatz kommt, lässt es hinter sich.

In puncto Speicher gibt es das Galaxy S7 mit wahlweise 32 GB oder 64 GB. Mehr gibt es auf Wunsch via MicroSD-Slot. Die Auflösung des Displays liegt mit 1.440 x 2.560 Pixeln auf dem gleichen Niveau wie die der Nachfolger Galaxy S8 und Galaxy S9. Eine Unterstützung für HDR10 fehlt dem S7 jedoch im Vergleich.

Bei der Kamera war der Schritt vom Galaxy S7 zum S8 nicht groß. Erst das Galaxy S9, das Galaxy S10 und zuletzt vor allem das Galaxy S20 konnten hier deutlich zulegen.

Im Vergleich zu Kameras in aktuellen Mittelklasse-Smartphones ist das Niveau weiterhin in Ordnung, mit aktuellen Top-Smartphones kann die Optik jedoch nicht mehr mithalten - vor allem nicht die Selfie-Kamera. Leichte Verbesserungen lassen sich mit ein wenig Tüftelei noch über den Google Camera Port für das Galaxy S7 rausholen.

© Inge Schwabe

Der gebogene Rücken des Galaxy S7 wird wie das Display durch Gorilla Glas 4 geschützt.

Beim Design ist das Jahr 2016 nicht zu leugnen: Der vergleichsweise breite Rand um das Display sowie der Home-Button auf der Frontseite sehen neben den meisten Smartphones ab dem Jahrgang 2018 nicht mehr modern aus.

Das Aluminium-Glas-Gehäuse ist jedoch hochwertig verarbeitet und wasserdicht nach IP68. Das Galaxy S7 hat noch keinen USB-C-Port, dafür aber noch einen Kopfhöreranschluss.

Lesetipp: Galaxy S7 im Test

Achtung bei gebrauchten Smartphones: Das Galaxy S7 hat einen fest verbauten Akku, dessen Laufzeit über die Jahre natürlich schwächer wird.

© Inge Schwabe

Das Galaxy S7 hat immerhin noch einen Klinkenanschluss, aber noch keinen seitengleichen USB Anschluss vom Typ-C.

Android Updates und Sicherheit: Die Schwachstelle

Das Samsung Galaxy S7 wurde bei Verkaufstart mit Android 6.0 Marshmallow (Release 2015) sowie seiner TouchWiz-Oberfläche ausgeliefert. Das Update auf Android 8.0 Oreo (Release 2017) erhielt das Smartphone Mitte 2018. Damit war jedoch Schluss - ein Update auf Android 9.0 Pie (Release 2018) hat Samsung nicht mehr geplant. Wer hier aktuell bleiben will, muss sich also andersweitig umsehen.

Derzeit versorgt Samsung das Galaxy S7 weiter mit vierteljährlichen Sicherheitsupdates, ist also vom monatlichen Rhythmus bereits abgekommen. Auch wenn Samsung auf seinem Security Update Portal bisher keine Details zum Zeitpunkt nennt, dürfte die Update-Versorgung bald komplett auslaufen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es nur für Bastler: Mit Lineage OS 16 und 17 gibt es bereits inoffizielle ROMs für das Galaxy S7, die auf Android 9 und Android 10 basieren. Näheres hierzu finden erfahrene Nutzer bei XDA Developers​.

Preisentwicklung: Von 700 auf 300 Euro

Der Preis für das Galaxy S7 lag beim Launch bei 699 Euro für die 32-GB-Variante. Seither hat sich viel getan. Im November und Dezember 2018 hatte sich der Preis laut Idealo-Preisvergleich um die Marke von 260 Euro eingependelt.

Lesetipp: Samsung Galaxy S8 - lohnt sich der Kauf noch?

Aktuell ist die Galaxy-S7-Serie jedoch im Handel nur noch sehr vereinzelt als Neuware erhältlich - zu oftmals unrealistischen Preisen. Der Bestpreis bei renommierten Händlern liegt aktuell um 350 Euro. Die Preise variieren auch je nach Farbvariante.

Alternativen: Von Huawei bis Xiaomi

In der Preisregion um 300 Euro gibt es eine Vielzahl an attraktiven Alternativen - von Mittelklasse-Modellen bis hin zu anderen Flaggschiffen vergangener Jahre. Unter anderem folgende drei Smartphones empfehlen sich für einen Vergleich:

Xiaomi Mi 9 (ca. 340 Euro, connect Testurteil: gut)

Mit einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis bietet sich das Xiaomi Mi 9 als Alternative zum Galaxy S9 an. Als 2019er Flaggschiff kommt es mit Snapdragon 855 daher, liegt im Preis aber dennoch bereits unter 400 Euro. Mehr lesen: Xiaomi Mi 9 im Test.

Samsung Galaxy A50 (ca. 270 Euro, connect Testurteil: gut)

Das Galaxy A50 ist ein aktuelles 2019er Mittelklasse-Modell von Samsung. Im Test überzeugte das 6,4-Zoll-Smartphone mit brillantem Display, 128 GB Speicher, guter Performance und sehr guter Ausdauer. Ein Update auf Android 10 ist wahrscheinlich. Mehr lesen: Samsung Galaxy A50 im Test.

Nokia 8.1 (ca. 320 Euro, connect Testurteil: gut)

Nokia hat durch seine konsequente Update-Politik viele Fans gefunden. Das Nokia 8.1 kann hier mit Android One punkten, was reines Android und schnelle Aktualisierungen bedeutet. Im Test überzeugt das Mittelklasse-Smartphone mit starker Ausdauer, exzellenter Verarbeitung und guten Funkleistungen. Mehr lesen: Nokia 8.1 im connect Test.

Huawei P20 (ca. 330 Euro, connect Testurteil: sehr gut)

Das P20 ist Huaweis Konkurrenzmodell zum Galaxy S9. Im Gegensatz zum Samsung-Flaggschiff des Jahres 2018, dessen Preis bei etwa 450 Euro liegt, ist das Huawei P20 aktuell bereits unter 350 Euro zu haben - und damit in einer Preisliga wie das Galaxy S7.  Mehr lesen: Huawei P20 im connect Test.

Xiaomi Pocophone F1 (ca. 290 Euro, connect Testurteil: gut)

Das Pocophone F1 ist seit seinem Release im August 2018 äußerst angesagt bei Schnäppchenjägern. Trotz Mittelklasse-Preis verbaut es den Flaggschiff-SoC Qualcomm Snapdragon 845, 6 GB RAM und 64 GB oder 128 GB Speicher. Noch dazu wird das Update für Android 10 bereits ausgerollt. Im Vergleich mit dem Galaxy S7 muss das Pocophone F1 jedoch beim Gehäuse mit Plastik Vorlieb nehmen. Mehr lesen: Pocophone F1 im connect Test.

Fazit

Im connect Test erhielt das Samsung Galaxy S7 2016 die Note "sehr gut" und auch heute ist das Smartphone noch ein ordentlicher Alltagsbegleiter. Als Schwachpunkte erweisen sich im Vergleich mit aktuelleren Smartphones in der gleichen Preisklasse die schwächere Hardware, das bereits veraltete Android-System und das in die Jahre gekommene Design.

Wer damit leben kann, für den kann das Galaxy S7 auch heute noch ein guter Gebrauchtkauf sein. Für Neuware empfehlen wir jedoch, lieber unsere Alternativen zu prüfen.

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