Clevertronic, reBuy und Co. im Vergleich

Smartphone verkaufen: Das sollten Sie beachten

Dieses Galaxy S8 haben wir im Zustand „gut“ bei  Rebuy ge­kauft und wollten es natürlich im selben Zustand wieder ver­kaufen. Dann erreichte uns die E-­Mail von Clevertronic: „Unsere Prüfung hat ergeben: Das Display ist stark zerkratzt. Auf der Rückseite und dem Rahmen befinden sich mittelstarke Ge­brauchsspuren“. 

Die Folge: Abwertung von 202,29 Euro auf 165,50 Euro. Clevertronics Entscheidung ist in unseren Augen nachvollziehbar, zumal der Anbieter Fotos mitschickt, die die Mängel belegen. Aber wo hört „gut“ (leichte Gebrauchspuren) auf, und wo fängt „in Ordnung“ (deutliche Gebrauchspuren) an? Da sind die Anbieter mitunter unterschiedlicher Auffassung.

Es ist einfach, und es lohnt sich fast immer. Vorher sollten Sie aber die Grundfunktionen überprüfen und alle Daten löschen.

Anfang 2018 hat der Branchenverband Bitkom errechnet, dass in deutschen Schubladen, Schränken und Kartons rund 124 Millionen alte Mobiltelefone ungenutzt herumliegen. Mittlerweile dürften ein paar Millionen dazu gekommen sein. 

Ein Verkauf lohnt in vielen Fällen – selbst für ein vier Jahre altes Galaxy S6 bekommen Sie heute noch 100 Euro. Wichtig ist, dass das Gerät einwandfrei funktioniert und pfleglich damit umgegangen wurde. Bevor Sie das Gerät an eine Verkaufsplattform rausschicken, sollten Sie allerdings die folgenden Aspekte beachten. 

Und noch ein wichtiger Hinweis: Wenn das Telefon zu alt oder zu kaputt für den Verkauf ist, dann gehört es nicht in den Hausmüll, sondern wie andere Elektrogeräte in kommunale Abfallsammelstellen. Alle großen Mobilfunkunternehmen nehmen Altgeräte ebenfalls zurück.

Preise vergleichen

Eine wichtige Beobachtung dieses Ver­gleichstests sind die stark schwankenden Preise. Während Neuware überall ein ähn­liches Preisniveau hat, sind die Unterschie­de bei gebrauchter Elektronik von Anbieter zu Anbieter sehr ausgeprägt. Darum ist ein Preisvergleich vor dem Verkauf Pflicht. Es reicht schon, die von uns getesteten fünf Plattformen zu überprüfen, entweder direkt auf deren Website oder über das Vergleichsportal www.handyverkauf.net​.

Ehrlich kommt weiter

Bei der Beschreibung des Smartphone­zustands ist die Verlockung groß, eine ro­sarote Brille aufzusetzen. Doch spätestens bei der Eingangsprüfung des Anbieters folgt der Kontakt mit der Realität. Die Ver­kaufsplattform wird schon aus Eigennutz den Zustand tendenziell eher schlechter als besser einschätzen. Lesen Sie die Zustandsbeschreibungen des jeweiligen Anbieters also wortgenau durch, und halten Sie sich an die Angaben. Das beschleunigt auch den Verkaufsprozess.

© Clevertronic

Smartphone verkaufen: Das sollten Sie beachten - Zustand erfassen

Zustand erfassen

Bevor Sie Ihr Gerät bewerten und ver­schicken, sollten Sie den Zustand penibel erfassen und mit Fotos dokumetieren. Fotos und ein paar Notizen helfen, wenn die Verkaufsplattform Zustand und Preis abwertet. Dann können Sie in Ruhe über­legen, ob es nicht doch lohnenswerter ist, das neue Angebot abzulehnen und einen anderen Anbieter einzuschalten.

Backup anlegen

Vor der Datenlöschung sollten Sie prü­fen, ob auf dem alten Phone nicht wichtige Daten versteckt sind, etwa alte Fotos oder Telefonnummern. Entweder Sie durchfors­ten das System Schritt für Schritt, oder Sie legen prophylaktisch ein Backup an. Bei neueren Android-­ und iOS-­Versionen sind Backup-­Lösungen direkt implementiert, bei älteren Geräten gibt es dagegen oft­ mals (PC-­)Programme vom jeweiligen Hersteller. Im Play Store (Android) gibt es zudem diverse Backup-­Tools.

© Screenshot & Montage: connect

Smartphone verkaufen: Das sollten Sie beachten - Backup anlegen

Richtig zurücksetzen

Niemand will mit dem verkauften Gerät persönliche Daten auf die Reise schicken. Ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen ist daher Pflicht! Jedes Mobiltelefon bietet eine entsprechende Option in den Systemeinstellungen. Bei Android ist es wichtig, vorher das Google­Konto zu löschen, um den Diebstahlschutz zu deaktivieren. Bei iOS muss die Funktion „Mein iPhone suchen“ ausgeschaltet sein.

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Schutzhüllen helfen

Der Zustand entscheidet über den Ver­kaufswert. Je vorsichtiger Sie mit ihrem Smartphone im Vorhinein umgehen, des­to mehr Geld bekommen Sie später dafür. Es lohnt sich also, in eine gute Schutzhülle und in Displayschutzfolien zu investieren. Das dafür aufgewendete Geld holen Sie beim Verkauf locker wieder rein.

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