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Huawei P30 Pro: Display, Messwerte und Fazit

Inhalt
  1. Huawei P30 Pro im Test
  2. Huawei P30 Pro: Display, Messwerte und Fazit

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Huawei P30 Pro

Sensor im Display

Im Gegensatz zu Samsung und anderen bleibt Huawei der Notch treu, es gibt also eine Einkerbung am oberen Rand für die Frontkamera. Die ist allerdings tropfenförmig und so klein, dass wir gegenüber den direkt ins Display gestanzten Frontkameras (S10 oder Honor View 20) keine Nachteile erkennen können.

Auch beim Wettlauf um die höchste Auflösung machen die Chinesen nicht mit. Das Panel bietet mit 2340 x 1080 „nur“ eine Full-HD-Auflösung im gestreckten 19,5:9-Format, während Samsung und LG in ihrer Oberklasse standardmäßig auf Quad HD setzen. Dabei ist der Unterschied zu Full HD mit dem Auge nicht zu erkennen.

Die von uns gemessene Darstellungsqualität ist exzellent, das 6,5 Zoll große Panel gehört zu den besten, die jemals im connect-Labor gemessen wurden. Leuchtkraft und Blickwinkelstabilität sind top, die Darstellung in einer hellen Umgebung für ein OLED herausragend.

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Das 6,5 Zoll große Panel des Huawei P30 Pro gehört zu den besten, die jemals im connect-Labor gemessen wurden. Leuchtkraft und Blickwinkelstabilität sind top, die Darstellung in einer hellen Umgebung für ein OLED herausragend.

Unter dem Display werkelt Huaweis Top-Prozessor Kirin 980, der mit seinem neuronalen Rechenkern für maschinelles Lernen zu den modernsten seiner Klasse gehört. Er wird von 8 GB RAM flankiert – bei der Performance macht dem P30 Pro keiner etwas vor. Der Fingerabdrucksensor ist direkt im Display integriert, was Platz spart und eine geschlossenere Bauform erlaubt. Hier unterscheidet man zwei Technologien: Eine optische Abtastung der Haut per Lichtsensor und eine per Ultraschall, bei der ein hochfrequenter Schallimpuls in Richtung Finger gesendet wird.

Die Abtastung per Ultraschall gilt als sicherer, weil ein dreidimensionales Abbild der Fingerkuppe erstellt wird. Sie funktioniert zudem auch mit nassen Händen. Samsung baut solche Sensoren im Galaxy S10 ein, während Huawei auf eine optische Abtastung setzt. Im Alltag ist ein S10 einen Tick schneller startklar als ein P30.

Alternativ kann man die Phones auch per Gesicht entsperren. Die Methode ist auf dem P30 (Pro) aber nicht so sicher wie auf Apples iPhones und Huaweis Mate 20 Pro, weil die Erkennung nur zweidimensional per Kamerasensor erfolgt. Aus diesem Grunde arbeitet sie auch nicht so zuverlässig wie auf dem Mate 20 Pro. Wer auf Sicherheit großen Wert legt, lässt den „Face Scan“ deaktiviert. Für alle anderen ist die Kombination aus Gesicht und Fingerabdruck sehr bequem.

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Das Huawei P30 Pro ist nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt.

Nicht überall höchstes Niveau

Für audiophile Nutzer ist die P-Serie mit ihrem Mono-Lautsprecher und der vergleichsweise niedrigen Ausgangsspannung für kabelgebundene Kopfhörer auch weiterhin nicht erste Wahl. Beim P30 Pro verzichtet Huawei zudem auf einen klassischen Telefonie-Lautsprecher und versetzt stattdessen das Displayglas in Schwingung. Dabei funktioniert die Schallübertragung am besten, wenn direkter Kontakt zwischen Ohr und Displayglas besteht – das heißt dann Körperschallübertragung. Dass das keine gute Idee war, zeigen unsere Messungen, die eine relativ niedrige Lautstärke beim Telefonieren offenbaren. Das P30 präsentiert sich dagegen so, wie man es von Huawei kennt, vor allem die Unterdrückung von Nebengeräuschen überzeugt.

Bei den Funkeigenschaften erlauben sich Chinesen keinen Patzer. Die Akkulaufzeit ist mit 10:04 Stunden so gut, dass man auch einen langen Tag problemlos meistert. Beim P30 Pro liegt ein 40-Watt-Schnellladenetzteil bei, das den Akku binnen 30 Minuten auf 70 Prozent füllt. Wie beim Mate 20 wird drahtloses Laden in beide Richtungen unterstützt (Wireless Reverse Charging), das P30 Pro kann also auch als Powerbank für andere Phones und Zubehör genutzt werden.

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Huawei landet mit der neuen P-Serie wieder einen Volltreffer. Kamera-Enthusiasten kommen um das P30 Pro praktisch nicht herum. Man sieht aber auch, dass das Niveau in der Oberklasse mittlerweile so hoch ist, dass selbst der kleinste Fehler bestraft wird. Der Verzicht auf einen Telefonie-Lautsprecher kostet Punkte, in Verbindung mit den bekannten Schwächen im Audio-Bereich bleibt der Spitzenplatz verwehrt. Luft nach oben gibt es also auch beim Überflieger Huawei.

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