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Sony Xperia 1 im Test: Neues Kamerasystem...

Inhalt
  1. Sony Xperia 1 im Test
  2. Sony Xperia 1 im Test: Neues Kamerasystem...

...mit Ultra-Weitwinkel und Tele-Brennweite

Endlich! Das neu entwickelte Kamerasystem mit drei Optiken deckt einen Brennweitenbereich von Ultra-Weitwinkel bis zum zweifachen Zoom ab. Ein Bokeh-Modus sorgt für hübsche Porträts mit Hintergrundunschärfe, zudem kann man Fotos im RAW-Format abspeichern. Gelingt es Sony damit, zur Konkurrenz aufzuschließen?

Sony Xperia 1 im Test: Objektiv-Verbund

© Sony

Sony hat den Objektiv-Verbund längs in die Rückseite eingelassen: Das Hauptobjektiv oben (f/1.6, 26 mm) ist optisch stabilisiert, genauso wie das Tele darunter (f/2.4, 52 mm). Unten folgt das Ultra-Weitwinkel mit f/2.4 und 16 mm.

Das Xperia 1 ist das erste Smartphone von Sony mit einer Triple-Optik. Der Brennweitenbereich ist mit 16-52 Millimetern allerdings kleiner als bei Huaweis P30 Pro (16-125 mm), weil Sony auf einen zweifachen optischen Zoom setzt. 

Samsung macht es beim S10 genauso, allerdings kann deren Ultra-Weitwinkel-Objektiv (13 mm) etwas größere Bildausschnitte einfangen. Die Kameraeinheit steht erfreulicherweise nur minimal aus der Rückseite des Xperia 1 heraus und ist mittig positioniert. Die Qualität der Weitwinkel-Brennweite, die am häufigsten genutzt wird, ist gut, wenn die Lichtbedingungen gut sind.

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Hier fällt dem geschulten Auge allerdings auf, dass Sony im JPEG stark nacharbeitet, die Artefaktbildung ist vergleichsweise ausgeprägt. Bei wenig Licht macht sich dieser Befund noch stärker negativ bemerkbar, die Zahl der Störpixel ist höher als bei Kamera-Überfliegern wie dem P30 Pro oder dem Oneplus 7 Pro. 

Es ist uns ohnehin ein Rätsel, warum Sony in puncto Sensor nicht auf die Spitzenmodelle aus eigener Fertigung zurückgreift. Denn im Xperia 1 stecken nicht die großflächigen Modelle IMX586 (Oneplus 7 Pro) oder IMX600 (Huawei Mate 20 Pro) mit Quad-Binning und 40/48-Megapixeln-Auflösung, sondern ein 12-Megapixel-Modul namens IMX445. Bei der Integration der einzelnen Unternehmenssparten gibt es also noch Potenzial.

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Hoher Automatisierungsgrad

Die Qualität der Zoom-Optik gefällt, auch der Ultra-Weitwinkel – baubedingt eine Schwachstelle bei Smartphones – ist uns positiv aufgefallen, zumal Sony hier mit der Objektivkorrektur ein tolles Alleinstellungsmerkmal bietet.

 Auch Nachtaufnahmen mit langer Belichtungszeit (nicht zu verwechseln mit Aufnahmen bei wenig Licht) und Porträts mit Hintergrundunschärfe sind mit dem Xperia 1 möglich, die Qualität ist ansprechend, wenn auch nicht herausragend. 

Die Trennung von Vorder- und Hintergrund gelingt nicht so gut wie bei einem Pixel 3 oder den neueren Modellen von Huawei. Auffällig ist der hohe Automatisierungsgrad der Kamera. Sony überlässt kaum etwas dem Zufall oder besser gesagt dem Nutzer. Im Automatikmodus kann man nicht einmal HDR ausschalten. 

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Es gibt einen Schalter für Porträts, den Rest erledigt die automatische Szenenerkennung. Sogar den Nachtmous reguliert das Phone selbstständig, hier vermissen wir Einstellungsmöglichkeiten. Das gilt auch für den manuellen Modus, der keinen Zugriff auf die Tele- und Ultra-Weitwinkel-Optik bietet. 

Stark: Der Augenautofokus, den Sony von der Alpha-Sparte übernommen hat, sorgt dafür, dass Gesichter immer scharf bleiben. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Konkurrenz hier mithalten kann, auch ohne speziellen Fokus. 

Für die App „Cinema Pro“ gilt das nicht, die bietet tatsächlich herausragende Sony-Qualität. Enttäuscht waren wir von der viel gepriesenen RAW-Option: Sony unterstützt RAW nämlich nicht nativ, sondern öffnet die entsprechende Schnittstelle nur für Drittanbieter-Apps wie Adobe Lightroom. Der Anfang ist also gemacht, aber Sony hat noch ein gutes Stück Weg vor sich.

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