Hotlines der Mobilfunker

Hotline-Test in Österreich: T-Mobile, A1 Telekom, Drei

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T-Mobile

Die hundertprozentige Tochter der Deutschen Telekom ist mit über 3,9 Millionen Kunden zweitgrößter Mobilfunknetzbetreiber in der Alpenrepublik und sorgt mit guten Geschäftszahlen für zufriedene Gesichter beim Mutterkonzern. Dabei zieht derzeit der Wettbewerb unter anderem durch den Vormarsch der neuen Discounter wie Hot, einer Eigenmarke der österreichischen Aldi-Tochter Hofer, wieder stärker an.

Bester Telefonservice

Bei einem derart hart umkämpften Markt ist man auf einen guten Kundenservice erst recht angewiesen. Damit kann der Telekom-Ableger absolut dienen: Die Produktpalette ist zwar deutlich kleiner als die der deutschen Mutter, doch die T-Mobile-Agenten scheuen keine Mühe, die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Angebote detailliert und verständlich zu erklären. Auch in puncto Hardware oder schneller Netztechnik kennen sich die österreichischen Telekom-Kollegen bestens aus – und bleiben dabei ausgesprochen freundlich und zuvorkommend im Ton. Mit so einer Glanzleistung schafft’s die T-Mobile-Hotline souverän auf den ersten Platz.

A1 Telekom

A1 Telekom ist mit über 5,4 Millionen Mobilfunk- und 2,3 Millionen Festnetz-Kunden der Platzhirsch in Österreich. Seit Juli 2014 hält die mexikanische América Móvil 60 Prozent an dem Marktführer. Der lateinamerikanische Mobilfunkriese wird von Carlos Slim, einem der reichsten Männer der Welt, geführt. Die A1-Gewerkschaft fürchtet durch die Übernahme des Mehrheitseigners, den Einfluss zu verlieren.

Fachlich nicht alle gut

Dem Marktführer weht durch den Wettbewerb und interne Querelen ein starker Wind entgegen. Das war der Hotline nicht anzumerken, die sich überwiegend kundenfreundlich gab.

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Auf die Anfrage, ob man mit LTE deutlich schneller via Handy surfen könne, hat der Berater nachgesehen, wie weit das LTE-Netz in der Region des connect-Testers ausgebaut ist, welches Tempo zur Verfügung steht und nebenbei die Datenstandards ausführlich erklärt. Hut ab vor so einer exzellenten Lehrstunde. Doch nicht alle sind aus gleichem Holz geschnitzt: Eine Mitarbeiterin verstand bei der Frage, wofür Tethering dient, nur Bahnhof und rettete sich mit der Antwort: „Das gibt’s bei uns nicht.“

Drei

Der drittgrößte österreichische Mobilfunker Drei ist T-Mobile Austria dicht auf den Fersen: Auch im letzten Quartal konnte der preisaggressive Anbieter seinen Kundenstamm erweitern und hat mittlerweile 3,7 Millionen Kunden unter Vertrag. Damit erreicht die Tochterfirma des Hongkonger Mischunternehmens CK Hutchison Holdings einen Marktanteil von über 28,1 Prozent und rangiert knapp hinter T-Mobile Austria mit 29,6 Prozent.

Technische Fangfragen

Gute Arbeit leistet aber nicht nur der Vertrieb, sondern auch der Kundenservice: Das Team rattert etwa bei der Tarifberatung nicht einfach die Preise runter, sondern geht auf Kundenwünsche ein und kann so meist individuell zufriedenstellend beraten. Doch Optimierungsbedarf gibt’s auch da: Auf die zugegeben fiese Fangfrage, ob man mit dem Smartphone tatsächlich mit 7,2 Megabyte surfen kann, meinte die Dame aus dem Serviceteam nach längerer Pause zögernd, der Anrufer soll dies beim Google Speedtest im Internet überprüfen. Dass man mit Megabyte das Datenvolumen und nicht das Tempo bezeichnet, merkte sie erst gar nicht.

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