iOS vs. Android

iPhone XS vs. Galaxy S9: Kamera, Prozessor und Fazit

Inhalt
  1. iPhone XS vs. Galaxy S9: Apple und Samsung im Duell
  2. iPhone XS vs. Galaxy S9: Kamera, Prozessor und Fazit
Samsung Galaxy S9 Kamera

© Weka Media Publishing GmbH

Das Samsung Galaxy S9 ist auf der Rückseite mit nur einer Kamera ausgestattet, die dafür eine variable Blende besitzt.

Biometrische Sensoren von iPhone XS und Galaxy S9

In der Vergangenheit war es mehrfach gelungen, die Display-Sperre bei Samsung Smartphones zu umgehen, wofür die Koreaner ordentlich Schelte bezogen. Seitdem hat sich einiges verändert. Das Galaxy S9 kombiniert nun die Gesichtserkennung über die Frontkamera mit dem Iris-Scanner.

In der Praxis reagiert der "Intelligente Scan" deutlich schneller als bislang der Iris-Scanner alleine und ist sicherer als vormals die reine Gesichtserkennung. Parallel dazu bieten die Koreaner weiterhin den bewährten Fingerabdruck-Scanner an, der umgehend reagiert und bei Smartphones nach wie vor als das sicherste biometrische Verfahren gilt.

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Den hat Apple mit der Einführung des Face-Scan vollständig ad acta gelegt, was aber kaum kritisiert werden kann: Mit Face-ID hat Apple ein Verfahren entwickelt, das über die Kamera hinaus eine Vielzahl von Sensoren nutzt. Die Integration eines Infrarot- und eines Tiefensensors ermöglichen einen dreidimensionalen Scan des Gesichts, der zu jeder Tageszeit durchführbar ist. Das Sicherheitsniveau gilt als mit dem des Fingerabdrucks vergleichbar, eine Täuschung mit Masken oder Fotos schließt Apple aus. 

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iPhone XS und Galaxy S9: Duale Kamera vs. innovative Optik

Damit sind wir auch schon bei der Kamera, die beim Smartphone-Kauf für viele eine wichtige Rolle spielt. Bei beiden löst die Frontkamera mit 8, die Hauptkameras mit jeweils 12 MP auf. Beide können sich im connect-Labor beweisen – qualitativ kann man in dieser Hinsicht bei beiden Smartphones nichts falsch machen. 

Eine Verbesserung gegenüber der Konkurrenz bedeutet das insbesondere für das iPhone XS. Die fortschrittlichen Algorithmen der neuen Bildsignalverarbeitung holen in Verbindung mit einem neuronalen Prozessor auf dem A12-SoC deutlich mehr aus den Pixeln heraus als noch das iPhone X: Der Kontrastumfang von HDR-Aufnahmen, etwa bei Gegenlicht, hat zugenommen, das Bokeh im Porträt-Modus wirkt feiner, und der Grad der Unschärfe lässt sich dank einer neuen Tiefenkontrolle variieren.

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Apple iPhone Xs Max

© Apple

Zahlungen mit der Wallet-App auf dem Apple iPhone XS lassen sich über die Technologie Face ID freigeben.

Die Dual-Optik des iPhone XS besteht aus einem Weitwinkel mit einer Blende von f/1.8 und einem Zweifach-Tele mit f/2.4, beide mit optischer Bildstabilisierung (OIS). Die Kamera-Software fällt dagegen bei Apple bekannterweise rudimentär aus: Über die Modusauswahl hinaus - darunter Porträt, Panorama, Slo-Mo und Zeitraffer – kann man zum Zeitpunkt der Aufnahme fast nichts einstellen. 

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Mit einer dualen Optik kann das Galaxy S9 nicht dienen. Technisch betrachtet sucht die Kamera jedoch ihresgleichen: Das OIS-gestützte Objektiv kann dank einer ausgeklügelten Mechanik mit zwei unterschiedlichen Blenden arbeiten. Bei wenig Licht, der Schwellwert liegt bei etwa 100 Lux, nimmt die Kamera die Szene automatisch mit einer großen Blende von f/1.5 auf. Bei normalem Licht kommt eine 2.4er Blende zum Einsatz, wodurch sich die Tiefenschärfe der Aufnahme erhöht. Das Verfahren, das Samsung für den Wechsel einsetzt, ist weltweit einzigartig.

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Anders als Apple reichert Samsung auch die Kamera-Software um einige Zusatzfunktionen an. So kann der Anwender beispielsweise in einem Pro-Modus selbst entscheiden, welche der beiden Blenden er einsetzen will und die Aufnahme in vielfältiger Weise beeinflussen.

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Quelle: connect
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iPhone XS und Galaxy S9: KI und CPU

KI (künstliche Intelligenz) oder englisch AI (Artificial Intelligence) machen als Schlagworte derzeit unter den Smartphone-Herstellern die Runde. Sowohl Samsung als auch Apple wenden sie beispielsweise für Sicherheitsalgorithmen und die Kamera-Software an und integrieren hierfür spezielle KI-Prozessoren in ihren Systemchip. 

Das ist beim Galaxy S9 Samsungs aktueller Spitzenprozessor Exynos 9810, der in 10-nm-Technologie gefertigt wird. Der für schnelle Prozesswechsel nicht minder wichtige Arbeitsspeicher ist im Galaxy S9 4 Gigabyte groß. Apple fertigt seinen A12 Bionic-Chip wie Huaweis Kirin 980 bereits im 7-Nanometer-Verfahren. Die Leistung beider bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau. Im direkten Vergleich macht aber Apples A12 das Rennen und lässt den Exynos 9810 – wie auch Huaweis aktuellen Chip – hinter sich. 

Macht sich der Leistungsunterschied im Alltag nur bei anspruchsvollsten Apps bemerkbar, zieht das iPhone XS dem Galaxy S9 in Sachen Ausdauer davon. Mit 8:33 Stunden hält es deutlich länger durch als das Galaxy S9 mit gerade mal 6:37. Einer der großen Verbraucher ist beim S9 auch das hoch auflösende Display. Verringert man die Auflösung, was Samsung über die Systemeinstellungen zulässt, kann man den Energieverbrauch etwas senken. 

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Abschließend noch ein feiner Unterschied für alle, die Musik gern über gute Kopfhörer genießen. Apple verzichtet bereits seit dem iPhone 7 auf den 3,5mm-Klinkenanschluss. Samsung bietet ihn nach wie vor an, neben dem Audio-fähigen USB-C-Ausgang. Beiden Smartphones liegen gute In-Ears bei, wobei uns insbesondere der 2-Wege-In-Ear-Kopfhörer im Samsung-Karton begeistert hat. Er kommt vom Sound-Spezialisten AKG, der seit einiger Zeit auch für die Klangabstimmung der Stereolautsprecher in den Samsung-Smartphones verantwortlich zeichnet. Sowohl das iPhone XS als auch das Galaxy S9 verwenden bei der Stereowiedergabe den Telefonielautsprecher als zweiten Speaker. 

Apple iPhone Xs Max Front

© Apple

Der Display des iPhone XS Max ist 0,7 Zoll größer als das iPhone XS.

Fazit des Vergleichs iPhone XS vs. Galaxy S9

Das Galaxy S9 ist ein kompaktes High-End-Smartphone mit edler Haptik und einem tollen Display. Die innovative Kamera macht bei der Aufnahme ebenso viel Spaß wie das Betrachten der guten Bilder danach. Ein Schwachpunkt ist indes die knappe Laufzeit. 

Beim iPhone XS hat Apple Vieles richtig gemacht, vom Display über die Kamera bis zur Laufzeit. Die Bedienung ist dafür an vielen Stellen weniger funktional als bei Samsung. Neben der Kamera-Software und dem Datei-Management betrifft das auch informative Widgets, deren Platzierung unter iOS immer noch nicht so flexibel ist wie bei Android-Smartphones. Letztlich erfreut sich das intuitive Betriebssystem dennoch ungebrochen einer großen Beliebtheit, und funktionale Schwächen wie die native Kamera-App lassen sich durch Apps von Drittanbietern kompensieren. 

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Erstaunlich ist, dass Apple an solchen Lücken festhalten und gleichzeitig weiterhin den Preis anheben kann. 1149 Euro kostet das iPhone XS Max in der kleinsten Speichervariante, also mit 64 Gigabyte. Der Speicher ist bei Apple bekanntermaßen nicht erweiterbar. Insofern muss man beim Kauf gut abwägen, ob das ausreichen wird, oder ob man vielleicht doch in ein Modell mit größerem Speicher investieren sollte – für Mehrkosten um 170 Euro (256 GB) oder gar 400 Euro (512 GB). Alle neuen Modelle besitzen übrigens neben dem Fach für eine normale SIM-Karte noch eine eSIM.

Dual-SIM-Fähigkeit garantiert Samsung nur bei Kauf über den eigenen Online-Store. Eigentlich exklusiv, man findet die Dual-SIM-Modelle aber gelegentlich auch bei anderen Online-Händlern. Die zweite SIM-Karte teilt sich allerdings das Fach mit einer eventuellen Speichererweiterung, die folgerichtig nicht gleichzeitig möglich ist. 849 Euro kostet das Galaxy S9 mit 64 GB, 949 Euro sind es bei 256 GB. Die Preise sind nicht nur gegenüber dem iPhone XS Max günstig, sondern auch allgemein dem aktuellen Marktangebot angemessen.

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