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Plug-in-Hybride im Connectivity-Test: Mercedes-Benz CLA

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Der getestete CLA Shooting Brake kam mit dem MBUX-System von Mercedes und hat 55.745 Euro gekostet.

Der CLA Shooting Brake basiert auf der A-Klasse und ist die geräumigste Version der Linie. In dem schnittigen Kombi verstaut Mercedes einen 15,6 kWh starken Akku, der einen E-Motor mit stattlichen 102 PS versorgt. Rein elektrisch fährt er bis zu 75 Kilometer weit, danach muss der 160 PS starke Benziner ran.

Hinterm Steuer sitzend blickt man auf das Herzstück des Infotainmentsystems: zwei 10,5-Zoll-Bildschirme mit Full-HD-Auflösung. Das Multimediasystem von Mercedes (MBUX) bedient man intuitiv über ein Touchpad in der Mittelkonsole, das auch ein haptisches Feedback gibt, oder direkt per Finger auf dem Screen. Am Lenkrad gibt es unterm Daumen zudem zwei Sensortasten zur Steuerung der Anzeigen auf beiden Displays.

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Der Mercedes-Benz CLA Shooting Brake 250e holt sich 2021 beim Car-Connectivity- und User-Experience-Test den Gesamtsieg.

Wem auch das zu umständlich ist, ruft mit „Hey Mercedes“ den digitalen Assistenten und trägt ihm die Steuerung von Temperatur oder Licht auf. Fragen zum Wetter oder allgemeiner Natur beantwortet er ebenso gewissenhaft, wobei er Kommandos sehr gut versteht. Alle Infos zieht der Benz per eSIM aus dem Internet. Im Stand nutzt man zum Surfen sogar einen Browser und kann über Yelp Bewertungen von Restaurants und Hotels beziehen. Die Wetter-App beinhaltet sogar Skigebietsdaten. Ansonsten ist dank E-Mail- und Kalenderintegration ein gutes Maß an Produktivität gegeben. Wir hätten uns gewünscht, außer SMS auch Whatsapp-Nachrichten diktieren zu können. Und auch die Zeilenumbrüche der Termine dürften kleiner sein.

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Der Mercedes-Benz CLA Shooting Brake 250 e im Connectivity-Test.

Der CLA unterhält die Insassen über integrierte Musik-Apps wie TuneIn, Amazon Music oder Tidal, wobei die Anmeldung im Auto einfach über einen QR-Code vonstattengeht. Unverständlich: Spotify fehlt. Natürlich kann man das Phone per Bluetooth mit dem CLA koppeln. Android Auto und Apple Car Play sind an Bord, funktionieren allerdings nur kabelgebunden.

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Das Arrangieren von favorisierten Funktionen erleichtert die schnelle Bedienung in der Mercedes-App.

Tüchtig punkten kann der Mercedes bei der Navigation, die dank guter Real-Time-Daten sehr akkurat ausfällt. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die AR-Navigation, die bei Abbiegemanövern animierte Pfeile in ein Kamera-Livebild einblendet. Darüber hinaus liefert das Navi Parkplatzdaten sowie Infos zu Ladesäulen und Tankstellen. Im Gegensatz zum BMW zeigt der Mercedes leider keine Benzinpreise mehr an. Verbessert hat der Hersteller die Mercedes-Me-App, die zu den besten im Test zählt. Mit ihr bezieht man Infos zum Fahrzeugstatus und Ladedaten und kann das Auto ver- und entriegeln, inklusive aller Fenster.

Der CLA sichert verdient den Gesamtsieg und erhält zudem die Note „sehr gut“ für die beste User Experience im Vergleichstest.

connect-Testurteil: gut (846 von 1000 Punkten)

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