BMW, Mercedes, VW und Co.

Plug-in-Hybride im Connectivity-Test: Skoda Octavia

© connect/Holtkemper

Skodas Octavia Combi war mit dem Columbus-Infotainmentsystem ausgestattet. Mit einem Preis von 45.658 Euro war der Skoda das günstigste Auto im Test.

Der Skoda Octavia, der hierzulande beständig zu den beliebtesten Automodellen gehört, ist in unserem Testfeld nicht nur das meistverkaufte Fahrzeug, sondern auch das günstigste. Ein Plug-In-Hybrid der Mittelklasse ohne Sonderausstattung für knapp 42 000 Euro ist fast schon eine Kampfansage an die Konkurrenz. Darum waren wir ziemlich gespannt, ob der tschechische Bestseller in der getesteten Ausstattungsvariante Style auch in puncto Vernetzung und Infotainment mit den teureren Mitstreitern mithalten kann.

Die Anzeigeinstrumente hinterlassen jedenfalls einen positiven ersten Eindruck. Sowohl Cockpit- als auch Head-up-Display liefern vielfältige Informationen, die sich mit den Lenkradtasten halbwegs intuitiv steuern lassen. Gewöhnungsbedürftiger ist die Bedienung des Hauptbildschirms, zumal einzelne Menübereiche nur über die darunter liegenden Funktionstasten erreichbar sind.

Im Bereich Navigation liegt der Skoda im soliden Mittelfeld. Gefallen hat uns zum Beispiel, dass er vor und während der Fahrt Routenalternativen vorschlug. Zudem lassen sich Parkplätze und Ladesäulen einfach auffinden. Allerdings fremdelt das Columbus-Navi etwas mit dem Echtzeitverkehr – die realen Fahrtzeiten sind teilweise deutlich länger als die vom System errechneten.

© connect/Holtkemper

Der Skoda Octavia Combi 1.4 TSI iV im Connectivity-Test.

Licht und Schatten gibt es auch bei der Sprachsteuerung. Teilweise werden selbst gängige Sonderziele nicht erkannt, und auch Systemeinstellungen lassen sich nicht auf Zuruf vornehmen. Dafür ist es möglich, per Sprachbefehl Medieninhalte, Lautstärke und Klimatisierung zu steuern. Auch das Diktieren von SMS-Nachrichten ist möglich, allerdings erst, nachdem die Funktion am Display aktiviert wurde.

Beim Thema Connectivity verliert der beliebte Familienkombi etwas den Anschluss. Er verfügt weder über einen digitalen Schlüssel noch über integrierte Streamingdienste. Auch Office-Funktionen, Wetterinfos und Nachrichten-Apps lässt er vermissen. Besser gelöst ist die Verknüpfung mit dem Smartphone. In der MySkoda- App lassen sich diverse Fahrzeuginformationen anzeigen, beispielsweise zu Türen, Licht, Kilometer- und Ladestand sowie diverse Statuszuständen. Türen und Klimaanlage können zudem aus der Ferne reguliert werden.

© connect

Der Ladevorgang kann via App remote gestartet und überwacht werden – Zeitschaltung inklusive.

Wem diese vorhandenen Vernetzungsfunktionen nicht reichen, der kann den Skoda auch mit Android Auto und Apple Carplay koppeln, Letzteres sogar kabellos. Dennoch reicht es für den hybriden Octavia am Ende gerade noch zu einem Gesamtergebnis mit der Verbalnote „befriedigend“, bei der Ausstattung schrammt er knapp daran vorbei.

connect-Testurteil: befriedigend (657 von 1000 Punkten)

Sprachsteuerung im Fahrzeug

Echo Auto bringt Alexa ins Auto. Audioinhalte, Standortinfos und mehr lassen sich damit auf Zuruf anfordern. Wir haben das neue Gadget ausprobiert.

Mehr zum Thema

Smartwatch-Bestenliste

Wir testen regelmäßig Smartwatches für Herren und Damen von Apple, Samsung, Garmin und Co. Unsere Bestenliste gibt Ihnen eine Kaufberatung.
High-End-Technik zum Mittelklassepreis

Das Nord 2 kommt mit 50-MP-Kamera, 65-Watt-Laden und potentem Chip. Ab 399 Euro ist das wieder ein starkes Gesamtpaket von Oneplus.
Hart im Nehmen

Nokias XR20 ist kein typisches Outdoor-Smartphone. Im robusten Gehäuse schlummert die neueste Software. Es gibt aber einen Haken.
Top-Smartphones

Huawei hat endlich seine neuen Flaggschiffe enthüllt. Huawei P50 und P50 Pro verzichten auf 5G, bieten sonst aber eine Top-Ausstattung.