Fotobuch selbst gemacht

Fotobuch-Apps-Test: Fazit & Gestaltungs-Tipps

23.11.2021 von Reinhard Merz

ca. 5:25 Min
Vergleich
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  8. Fotobuch-Apps-Test: Fazit & Gestaltungs-Tipps

Fazit

Der Marktführer zeigt wie es geht und überzeugt mit der besten App. Wer selber gestalten will, ist bei Cewe richtig. Vorlagen sind eine Stärke von Ifolor. Saal und Journi sind zwar die günstigsten Anbieter, doch können ihre Apps nicht überzeugen, sodass wir von einem Kauftipp absehen.

Gestaltungs-Tipps

Einband

Als Einband sollte es ein Hardcover sein. Das wirkt nicht nur wertiger, sondern ist auch – nomen est omen – härter im Nehmen. Wenn es ganz exklusiv sein soll, können Sie bei vielen Anbietern spezielle Einbände ordern, etwa Leder, Leinen oder Prägungen. Diese gehen aber richtig ins Geld.

Goldstandard beim Binden ist die vom Buchdruck bekannte Klebetechnik. Sie ist günstig und bei schonender Behandlung auch haltbar, „verunziert“ aber Panoramabilder über eine Doppelseite. Mit der Lay-Flat-Bindung (Leporello) bieten manche Hersteller auch eine Bindetechnik an, bei der keine Mittelfalz entsteht. Diese Bindetechnik hat aber ihren Preis und rentiert sich nur bei insgesamt hochwertigen Büchern.

Gestalten kann man Fotobücher wie alle anderen Produkte im Webshop, mit einer App fürs Tablet oder einer eigenen Software. Der empfehlenswerte Weg ist schlicht der, mit dem Sie am besten zurechtkommen. Denn was nutzt eine Software mit vielen Funktionen, mit der Sie sich bei der Gestaltung schwertun?

Hier geht es um die iPad-Apps der Anbieter. Ein gutes Nutzer-Frontend erlaubt das manuelle Platzieren von Bildern, Rahmen, Texten und Co. Je repräsentativer (und hochpreisiger) Ihr Buchprojekt ist, desto wählerischer sollten Sie bei der Bildauswahl sein. Das fängt schon bei der Zahl der Bilder an.

Die Layoutvarianten der Apps bieten hier eine riesige Auswahl, doch mehr als zwei Bilder pro Seite bzw. drei pro Doppelseite sollten es gar nicht sein. Das wirkt nur klein, klein. Treffen Sie im Vorfeld im Explorer oder in der Foto-App eine Auswahl und importieren Sie nur diese Bilder in die Fotobuchanwendung.

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Geschichten erzählen

Ein Fotobuch braucht eine Geschichte. Und diese Geschichte will erzählt werden, weshalb die Reihenfolge der Bilder in der Regel auch wichtig ist. Und oft sind es gerade kleine Details, die Stimmung erzeugen. Ein Bild von zwei Cocktails im warmen Abendlicht erzählt die Geschichte vom Sundowner viel schöner, als noch eine Aufnahme vom Sonnenuntergang.

Das Gleiche gilt für ein schönes Lego-Haus, das die Enkel gebaut haben – das kann die perfekte Ergänzung zu einem Bild sein, das die Kleinen beim Bauen zeigt. Solche Bildergeschichten sind die Königsdisziplin im Fotobuchfach. Sie erfordern aber eine konsequente Planung, am besten schon vor den Aufnahmen. Nur so hat man dann bei der Gestaltung auch die freie Wahl.

Profis und engagierte Hobbyfotografen, die Tausende von Aufnahmen in ihrem Archiv haben und das womöglich sogar in einer Bilddatenbank geordnet, sind hier klar im Vorteil. Mit einem Hauptbild und kleinen zusätzlichen Fotos kann man ggf. auch einmal von der Grundregel „nur zwei Bilder auf der Seite“ abweichen, etwa wenn mehrere Details ein großes Bild ergänzen.

Solche Konzepte muss man aber gut durchdenken und regelmäßig innerhalb eines Buches wieder aufgreifen. Die einfachste Positionierungsvariante der Bilder auf der Seite ist das seitenfüllende Vollformat. In allen anderen Fällen kann man sich an den klassischen Regeln der Bildgestaltung orientieren: Das Bild etwa im Goldenen Schnitt der Seite positionieren.

Oder bei bewegten Motiven nach vorne mehr Platz zu lassen als nach hinten. Eine symmetrische Bildverteilung wirkt ruhig und lenkt kaum vom Inhalt ab, kann aber auch langweilig wirken. Der Umkehrschluss gilt ebenso: Asymmetrien erzeugen Aufmerksamkeit, können aber auch Verwirrung stiften.

Überprüfen Sie jedes Foto darauf, ob man durch Beschnitt die Bildaussage und die Seitenkomposition womöglich noch verbessern kann. Bilder mal gerade, mal schräg zu positionieren ist eher keine gute Idee und auch das Stilmittel überlappender Bilder sollte man generell nur sehr sparsam einsetzen.

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Texte nutzen

Über die Frage, ob Textelemente einen Bildband bereichern oder ruinieren, kann man trefflich streiten. Hat man sich für dieses Informations- und Gestaltungselement entschieden, sollte man auch hier auf Einheitlichkeit achten: möglichst gleiche Schrifttype, -größe und -farbe sowie Positionierung.

Die beste Position ist bei Querformaten unter dem Bild, bei Hochformaten auch mal daneben. Bei der Schriftfarbe gilt: Schwarz auf Weiß oder Weiß auf Schwarz ist fast schon zu viel des Guten. Besser ist jeweils ein dunkles oder helles Grau.

Auch Text im Bild kann schick aussehen, dann aber möglichst in farblich einheitlichen und kontrastarmen Bildabschnitten wegen der Lesbarkeit. Rahmen können dazu beitragen, Bilder hervorzuheben und wertiger aussehen zu lassen. Alle Anbieter haben zahlreiche Rahmen in ihrem Portfolio, aber bei der Verwendung sollte man sich zurückhalten. Setzen Sie Rahmen mit Bedacht ein, schwarz, weiß oder grau – je nach Hintergrundfarbe.

Und: Die Rahmen sollten dünn und gerade sein. Auch Varianten des Themas „Bild im Bild“ können mal ihren Charme haben – vor allem wenn das gleiche Motiv noch einmal aufgegriffen wird. Aber auch diesen Effekt sollte man nur in homöopathischen Dosen verwenden.

Stattdessen sollte sich die Hintergrundgestaltung wie ein roter Faden durch Ihr Fotobuch ziehen. Seiten mit hellen oder mittleren Grautönen wirken oft eleganter als Weiß oder Schwarz.

Drucken oder belichten?

Generell gibt es zwei Varianten der Bildausgabe beim Dienstleister: mit Tinte drucken oder auf Fotopapier belichten.

Belichtung

Lichtempfindliches Fotopapier wird belichtet und dann ganz klassisch im RA-4-Prozess entwickelt. Die heute verbreiteten Belichtungssysteme sind Belichtungsgeräte mit Laser oder LED-Lichtquellen. Bei der Laserbelichtung wird jeweils ein roter, grüner und blauer Laserstrahl über Spiegel zu einem Strahl gebündelt.

Dieser Strahl belichtet kontinuierlich das Fotopapier. Es sind keine Punkte, Raster oder irgendwelche Strukturen mit bloßem Auge zu erkennen. Für die Belichtung stehen verschiedene Papiere zur Auswahl – die Wahl hat durchaus erheblichen Einfluss auf den Bildeindruck. Die einzelnen Papiere unterscheiden sich im Bildweiß, in der Maximaldichte und in der Oberflächenbeschaffenheit.

Dort gibt es im Prinzip drei Varianten: matt, glänzend und „pearl“ – diese Varianten heißen dann gern Silk, Seidenraster, Perlmutt o.ä. Das Standardpapier ist unserer Meinung nach für die allermeisten Anwendungen absolut ausreichend.

UltraHD-Abzüge erreichen im Vergleich dazu noch eine etwas höhere Schärfe in feinen Bilddetails. Für Bilder, die vom Detailreichtum leben, ist diese Variante daher durchaus zu empfehlen.

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Druck

Hier wird Farbe in einem Lösungsmittel (als Tinte) auf einen Träger gespritzt. Bei Tintendruckern befinden sich in den Tintenpatronen im einfachsten Fall die Farben Yellow, Magenta, Cyan und Black, mit denen jede beliebige Farbe gemischt werden kann.

Um noch feiner zu differenzieren, werden bei den Hochleistungsdruckern der Dienstleister weitere Farben verwendet – häufig sogenannte Light-Farben mit geringerer Deckkraft, die für die Mischung von Zwischentönen hilfreich sind. Bei anderen Geräten kommen Rot und Blau oder Rot und Grün oder Orange und Grün dazu.

Durch verschiedene Schwarzgrautinten wird die Wiedergabe von neutralen Tönen verbessert. Bei den Drucken ist die Auswahl der Papiere noch größer, hier gibt es auch sehr edle Materialien.

Unterschiede zwischen Druck und Belichtung

Der Farbraum der Laserbelichter ist kleiner und hat auch eine andere Form als der von Tintendruckern. Einige Farben am Rand des Spektrums werden etwas anders dargestellt, auch in der gesamten Wiedergabe unterscheiden sich die Verfahren.

Der Tintendruck bildet die Bilddatei wie am Monitor sichtbar scharf ab, jedes Detail ist zu erkennen. Laserbelichtungen sind nicht ganz so gestochen scharf, Kanten sind immer etwas gerundet. Was aussieht wie eine Überstrahlung, empfindet das Auge jedoch als sehr angenehm. Größere gleichmäßige Flächen wirken durch diese etwas weichere Wiedergabe schön homogen.

Der Tintendruck kann dagegen jede noch so kleine Unregelmäßigkeit zeigen. Welches Verfahren optimal ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden.

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