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Plug-in-Hybride im Connectivity-Test: Kia Sorento

© connect/Holtkemper

Kia verbaut im Sorento das System UVO Connect. Der Preis des Testfahrzeugs lag bei 62.860 Euro.

Auch wenn man Kia schon lange nicht mehr auf die günstigen Preise reduzieren sollte, weil die Koreaner mehr und mehr mit hochwertig verarbeiteten Fahrzeugen punkten, gehört der wuchtige Sorento zu den teuersten Modellen der Hyundai-Tochter – die neue Plug-in-Hybrid-Version des Siebensitzers kostet gar über 11 000 Euro mehr als der klassische Verbrenner. Dafür geizt der Sorento in der vorliegenden Ausstattungslinie Platinum aber auch nicht mit Komfort. Doch gilt das auch für die vernetzten Funktionen?

Die Antwort ist ein klares Jein. Denn einerseits zeigen sich die rasanten Fortschritte der Koreaner auch im Bereich Infotainment: Die Anzeigeelemente – neben Hauptund Cockpit-Bildschirm ist ein Head-up-Display serienmäßig – sind klar strukturiert und weitgehend intuitiv bedienbar. So gibt es bei jedem Menüpunkt eine Zurück- Taste, auch der zweite Drehknopf für Sender- oder Zoomeinstellungen ist praktisch. Ein besonderes Schmankerl des Sorento ist, dass beim Blinken automatisch die Bilder der Außenspiegelkameras im Cockpit angezeigt werden. Gefallen haben uns auch Merkmale wie das induktive Ladepad oder das Feature „Fondgespräch“, das die Stimme des Fahrers erfasst und über die hinteren Lautsprecher ausgibt. Auf der Haben-Seite verbucht der Kia zudem die übersichtliche und funktionsreiche Smartphone-App UVO.

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Der Kia Sorento 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid Plat. im Connectivity-Test.

Die Navigation bietet ebenfalls wenig Anlass zur Kritik, was Bedienung, Routenführung und die Integration von Live-Diensten betrifft. Dennoch zeigt sich hier, dass auch dem koreanischen Aufsteiger noch deutlich Luft nach oben bleibt. Denn mit Premium-Features wie Augmented Reality, Ampelerkennung, spurgenauer Positionsdarstellung oder Google-Earth-Integration kann der Sorento nicht dienen.

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In der Connectivity- App UVO lässt sich unter anderem der Ladevorgang starten und beenden.

Auch die Sprachsteuerung könnte flexibler sein. Zwar lassen sich neben Routenzielen und Anrufen auch diverse Einstellungen auf Zuruf steuern, das klappt aber nicht immer, weil der Kia die Syntax nicht versteht – zum Beispiel, wenn man statt „Sender XY im Radio spielen“ nur „spiele Sender XY“ sagt. Auf einige Produktivitäts- und Unterhaltungsfunktionen muss man sogar komplett verzichten, zum Beispiel auf eine Office- oder Nachrichten-App. Musikstreaming-Dienste können nur über den Umweg Smartphone genutzt werden.

Alles in allem erzielt der Sorento im Test ein respektables Ergebnis, über einen guten Mittelfeldplatz kommt er damit aber nicht hinaus.

connect-Testurteil: befriedigend (690 von 1000 Punkten)

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