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Plug-in-Hybride im Connectivity-Test: So haben wir getestet

Die aktualisierte Testmatrix unseres Testpartners umlaut ist nun noch praxisnäher und berücksichtigt Aspekte der E- Mobilität. Vernetzungsrelevante Ausstattung und User Experience bestimmen jeweils die Hälfte der Gesamtwertung.

Wie in vielen Lebensbereichen wird Vernetzung auch beim Autofahren immer mehr zur Selbstverständlichkeit – die Fahrzeuge werden smart und smarter. Zusammen mit unserem langjährigen Testpartner umlaut begleiten wir diese Entwicklung seit Anfang 2019 mit regelmäßigen Fahrzeugtests und den Schwerpunkten Connectivity, Infotainment, Navigation und User Experience. Doch zwei Jahre sind in der IT-Welt eine lange Zeit, und darum haben die Experten von umlaut das Testverfahren in der Zwischenzeit an den aktuellen Stand der Technik und an die veränderten Nutzungsgewohnheiten angepasst. Auf Basis wissenschaftlicher Befragungen haben sie die Testkategorien neu gewichtet und die Ausstattungsliste der Fahrzeuge überarbeitet.

Die Gesamtwertung (Score) der Car Connectivity, in der das Testfahrzeug maximal 1000 Wertungspunkte erzielen kann, setzt sich zusammen aus den beiden großen Themenblöcken Ausstattung sowie User Experience, die jeweils mit bis zu 500 Testpunkten in die Gesamtwertung eingehen. Die Ausstattung untergliedert sich in die Hauptkategorien Infotainment, Navigation und Connectivity. Beim Infotainment geht es vor allem um die Anzahl, Größe und Auflösung der Bildschirme, um die Bedienelemente einschließlich Touchdisplay, Sprachbefehle und Gestensteuerung sowie um die verfügbaren Klangkomponenten und Unterhaltungsangebote. In puncto Navigation werden Features für die Routenplanung, die visuelle Darstellung sowie verfügbare Live- Dienste bewertet. Im Bereich Connectivity stehen der Funktionsumfang der Hersteller- App, die Versorgung mit Schnittstellen sowie die Produktivitätsmöglichkeiten im Fokus der Tests.

© connect/Holtkemper

Die Tester in Aktion (v.l.n.r.): Darani Yogalingam (Senior-Beraterin UX und Mobility) und Marcel Derichs (UX-Berater) von umlaut, Lennart Holtkemper von connect sowie Andreas Pfeffer und Elia Stegner vom ADAC.

Die Grundlage für die Bewertung der User Experience ist ein zweistufiges Modell: Zunächst führen die umlaut-Experten eine Vielzahl vordefinierter Anwendungsszenarien (Use Cases) in den Fahrzeugen durch. Diese aufgabenbezogenen Tests werden ergänzt von objektbezogenen Tests auf Basis standardisierter Fragebögen, in die sowohl die gesamtheitliche Usability als auch die visuelle Ästhetik der Smartphone-App und des vernetzten Systems im Fahrzeug einfließen.

Im Rahmen der Überarbeitung unseres Testverfahrens wurden die vordefinierten Anwendungsszenarien um zusätzliche Vernetzungsfunktionen ergänzt. Dazu gehören unter anderem die Verknüpfung der Smartphone- App mit dem Fahrzeug oder in der App angezeigte Fahrzeuginformationen.

Die Bewertung der aufgabenbezogenen Tests erfolgt in insgesamt neun verschiedenen Kategorien. Dazu gehören die Verknüpfung mit der Smartphone-App (Remote- Funktionen), Navigation, Komfort, Produktivität, Nutzerfreundlichkeit, Kommunikation, Sprachbedienung, Unterhaltung und als komplett neuer Bereich die Kategorie Digital Cockpit – hier wird unter anderem die Darstellung eines energiesparenden Fahrstils im Cockpit bewertet.

Da wir uns bei unseren Fahrzeugtests künftig auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb konzentrieren werden – das heißt auf reine Stromer und für eine gewisse Übergangszeit auch auf Plug-in-Hybride –, haben wir die klassischen Use Cases um Szenarien erweitert, die auf E-Mobility-Funktionen abzielen. Dabei geht es unter anderem um die Berücksichtigung der (elektrischen) Reichweite bei der Routenplanung. Dazu gehören auch Informationen über Ladepunkte oder Ladehaltempfehlungen. Ein weiterer Aspekt in dieser Kategorie ist die App-basierte Ladeüberwachung aus der Ferne.

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