Apple, Samsung, Fitbit, Garmin und Co.

Smartwatch-Vergleich: Fazit & So testet connect

Test-Fazit

Garmin hat den Dreh raus. Das ursprünglich auf GPS-Ausrüstung spezialisierte US-Unternehmen fährt nun die Ernte ein, für eine langjährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Smartwatch-Segment. Ein breites Software-Ökosystem sorgt für kontinuierlichen Nachschub an Apps und Watchfaces. Die Sport- und Analysefunktionen sind marktführend und seit vielen Jahren bei Profi-Sportlern beliebt. Nun drängt man mit der Venu weiter in den Lifestyle-Bereich und wir sind überzeugt, dass dieser Schritt erfolgreich sein wird. Nicht ohne Grund steht die Venu als erste OLED-Smartwatch von Garmin an der Spitze des Testfeldes. Optimierungsbedarf sehen wir noch bei der Menüführung und der Haptik, da sind andere besser. Aber das ist auch gut so. 

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Die Vielfalt im Smartwatch-Segment ist erfrischend und der stetig wachsende Kuchen ist (noch) groß genug für alle. Deutlich wird allerdings, dass man mindestens 200 Euro ausgeben muss, wenn man Wert auf eine gute Produktqualität und Auswertung legt. Fitbit setzt hier mit der Versa ein Zeichen – Preis/Leistung sind hier top. Von diesem Unternehmen, das kürzlich von Google übernommen wurde, ist in der Zukunft noch viel zu erwarten. 

Apple Watch 5 und Fossil Carlyle überzeugten uns dagegen nicht vollends, dafür legen wir zu viel Wert auf die Akkulaufzeit. Beide Uhre verdeutlichen auch, dass man sich bei einer Smartwatch noch immer entscheiden muss, ob einem viele Gesundheits- und Sportfunktionen samt guter Auswertung wichtig sind, oder man ein kleines Smartphone am Handgelenk haben möchte, das sogar LTE unterstützt. Letzteres geht natürlich zulasten der Ausdauer. Wir denken, dass sich in Zukunft der Gesundheitsaspekt als wichtiger erweisen wird.

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So testet connect Smartwatches

Kaufentscheidend sind neben der Handhabung und Ausstattung einer Smartwatch natürlich auch die Daten, die die kleinen Computer am Handgelenk sammeln. Das können Herzschlag, Schrittanzahl, Stockwerke oder die zurückgelegte Strecke sein, die per GPS ermittelt wird. Uns ist deshalb wichtig, diese Daten zu verifizieren und auf ihre Genauigkeit zu überprüfen. 

Auch wenn man gerade beim Pulssensor natürlich keine medizinische Präzision erwarten darf, sollte auch ein optisch gemessener Puls zwecks Aussagekraft und Trainingseffekt nicht zu weit von der Realität entfernt sein. Ab einer Abweichung von zehn Schlägen verpufft die Aussagekraft der Werte völlig. Deswegen haben wir die Messungen mit denen eines Brustgurtes (Polar H10) verglichen, der den Herzschlag über die elektrischen Impulse des Muskels genauer erfassen kann. Relevant für die Wertung war dabei sowohl die durchschnittliche wie die maximale Frequenz in einer Ruhephase und beim Sport. Hier erzielen die Uhren bereits recht genaue Werte. 

Gelaufen sind wir dabei mit jeder Uhr auf einer Strecke von 4,4 Kilometern, die gleichzeitig das GPS auf die Probe stellen sollte. Neben Feld- und Waldwegen führt die Route auch durch ein Wohngebiet, was eine alltagsnahe Mischung schafft. Um Ausreißer zu vermeiden, gingen wir mit jeder Uhr mehrmals auf Tour. Garmin und Apple schafften hier die präzisesten Ergebnisse und kamen bis auf zehn Meter an den Referenzwert heran. Der Schrittzähler musste sich ebenfalls öfter gegen exakt 100 abgezählte Schritte beweisen, wobei die Genauigkeit überall auf einem hohen Niveau lag. Allerdings waren die Werte nur bei Garmin konsistent und ohne größere Abweichungen. 

Treppensteigen gehörte natürlich ebenfalls zur Testdisziplin. Hier sind wir mit den Uhren vordefinierte Strecken abgelaufen, bei denen viele Stockwerke auf einmal sowie auch größere Distanzen zwischen dem Treppensteigen lag. Für die Akkulaufzeit haben wir sowohl die Akkuentladung beim Sport als auch bei einem konstanten Strom von Benachrichtigungen ermittelt.

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