connect Breitband-Hotline-Test 2018

Deutschland: 1&1 & Vodafone

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Das 1&1-Team legt bis auf wenige Ausnahmen eine gute Performance hin und hält das Niveau hoch.

Der nach Telekom und Vodafone drittgrößte Festnetzanbieter lässt in puncto Kundenakquise keine Zeit verstreichen: Kaum hat die Telekom verkündet, dass sie ab August mit dem Vertrieb von Supervectoring starten will, werben die Montabaurer schon mit den schnellen Kupferanschlüssen auf ihrer Webseite. Denn der Provider mit eigenem Kernnetz nutzt für sein DSL-Portfolio überwiegend das Festnetz anderer Betreiber wie der Telekom und kann dank deren Vectoring-Technik schnelle VDSL-Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s zum attraktiven Preis vermarkten. 

Manche Mitarbeiter arg wortkarg 

Beim Service musste der letztjährige Hotline-Test-Sieger ein paar Federn lassen. Das Gros der Mannschaft gibt sich aufmerksam und hilfsbereit, doch nicht alle sind auskunftsfreudig: Bei der Frage nach einem Tarif mit Internet und TV verwies ein Mitarbeiter den Tester an einen Kollegen, versuchte ihm aber zugleich einen Mobilfunkvertrag zu verkaufen. Ein anderer riet dem Anrufer, zur Optimierung der WLAN-Reichweite die Einstellung der Fritzbox zu ändern, sagte aber nicht, was dabei genau zu tun sei. Doch alles in allem stimmt die Service-Qualität. Noch vor ein paar Jahren sah das ganz anders aus.

connect-Testurteil: gut (415 von 500 Punkten)

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Die Roten könnten es besser und müssen leichte Leistungsschwankungen und Wartezeit optimieren.

Vodafone plant Großes: Seit der Übernahme von Kabel Deutschland 2014 vertreibt man in 16 Bundesländern Breitband via Kabel. Mit dem Kauf von Unitymedia hat der TK-Mogul ein bundesweites Kabelnetz und erreicht damit nach eigenen Angaben rund 31 Millionen Mobilfunk-, sieben Millionen Breitband- und 14 Millionen TV-Kunden. Der spektakuläre Deal sorgt für Wirbel auf dem deutschen Markt: Dank den Kabelnetzen ist Vodafone deutlich schneller als die Telekom und will 25 Millionen Haushalte bis 2022 mit Gigabit-Anschlüssen versorgen. 

Hotline meist gut, doch überlastet

Doch der erfolgsverwöhnte Kundenservice kann diesmal nicht triumphieren: Verantwortlich sind deutliche Leistungsschwankungen beim Team. Während die meisten Berater gewohnt professionell agieren und eine Tarifberatung vom Feinsten liefern, fielen einige schwarze Schafe mit Unkenntnis oder fehlendem Engagement auf: Als ein Tester wissen wollte, wie er seine Ping-Zeit verbessern könne, musste er dem Hotliner erklären, was der Ping-Wert überhaupt ist. Daraufhin wollte der ihn an einen Kollegen weitervermitteln, versuchte, ihm noch auf die Schnelle einen Handyvertrag anzudrehen – bevor er ihn dann aus der Leitung schmiss. Auch die Wartezeit war nur ausreichend.

connect-Testurteil: gut (404 von 500 Punkten)

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